Der Australian Shepherd – Ein Steckbrief

Australian Shepherd Steckbrief

Obwohl der Name Australian Shepherd suggeriert, dass diese Hunderasse aus „Down Under“ stammt, begann die Zuchtgeschichte in Amerika. Für die Namensgebung ist ein Bezug zu australischen Einwanderern verantwortlich, die im Heimatland als Schäfer tätig waren.

 

Erste Aufzeichnungen über diese Rasse gehen auf das Jahr 1957 im US-Bundesstaat Arizona zurück. Erste Zuchtversuche wurden in diesem Jahr vom Australian Shepherd Club of America (ASCA) unternommen. Im Jahre 1966 kam dann noch die International Australian Shepherd Association (IASA) hinzu. Durch eine Fusion dieser beiden Gruppierungen entstand im Jahre 1980 der größte Australian Shepherd Rasseclub Amerikas. Erste Australian Shepherds in Europa finden sich erst ab den 70er Jahren. Rassestandards wurden in den Anfängen lediglich von den Australian Shepherd Clubs festgelegt, die internationale Anerkennung des Hundes nach FCI Standard besteht erst seit 1996.[1]

 

Das Aussehen des Australian Shepherd

Ein Australian Shepherd gehört mit einer Körpergröße von ca. 45 – 60 cm zu den mittelgroßen Hunden und besitzt leicht welliges Fell mit dichter Unterwolle. Eine Besonderheit des Australiers ist die teilweise wilde Musterung des Fells. So gibt es 16 verschiedene Farbkombination. Eine sehr schöne und bebilderte Übersicht der unterschiedlichen Farbkombinationen und Zeichnungen des Australian Shepherd gibt es hier.


Der Charakter des Australian Shepherd

Australian Shepherd macht Männchen

Bei der Recherche im Internet findet diverse Artikel über die Art und das Wesen des Australian Shepherd, wobei die Aussagen recht weit auseinandergehen. Familienhund oder eher nicht? Gibt es überhaupt einen Familienhund? Nach der Lektüre diverser Beiträge über den Australian Shepherd bin ich zu folgendem Fazit gekommen. Der Hund ist ein liebevoller und sehr intelligenter Hütehund, demnach benötigt er zum einen ausreichend Bewegung und zum anderen geistige Beschäftigung. Lediglich weite Strecken zu marschieren reicht dem Tier nicht aus. Dadurch wird zwar die Kondition gesteigert, nicht aber der Spieltrieb und die Neugier des Australian Shepherd befriedigt. Die Befähigung schnell zu lernen bedeutet nicht, dass die Erziehung des Australian Shepherd einfach ist. Ungewollte Dinge werden von dem cleveren Vierbeiner ebenso schnell in das eigene Repertoire integriert. Der Australian Shepherd ist ein treuer Wegbegleiter, der seinem Herren gefallen möchte, aber eben nicht um jeden Preis:-) Wer sich für einen Australian Shepherd interessiert, sollte wie bei jedem anderen Hund auch, ausreichend Informationen über die entsprechende Hunderasse und seriöse Züchter einholen. Nach der Informationsbeschaffung ist Abzuwägen, ob die eigenen Lebensumstände die Haltung eines Australian Shepherd erlauben, bzw. man bereit dazu ist, Einschränkungen im Privatleben hinzunehmen. Erst wenn alle diese Punkte geklärt sind sollte ein Tier in die Familie geholt werden. Sehr schöne und weiterführende Beiträge über Wesen, Zucht und Charakteristik des Australian Shepard gibt auch unter http://www.aussie.de. Darüber hinaus gibt es sehr viele schöne Fotos des Aussies zu bestaunen.


Die Vitalität des Australian Shepherd

Bestimmte Farbverpaarungen des Australian Shepherd können zu schweren Missbildungen führen und sind in Deutschland per Gesetz verboten. Ansonsten kann eine Medikamentenunverträglichkeit bestehen und andere typische Erkrankungen, wie Gelenkdysplasie auftreten. Da der Australier aktuell sehr gefragt ist, sind durch unseriöse Züchtungen verschiedene Krankheitsbilder auf dem Vormarsch.

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Quellenangabe

[1] Der Australian Shepherd – wikipedia.de – Abruf am 24.04.2014


2 Gedanken zu „Der Australian Shepherd – Ein Steckbrief“

  1. Ich liebe diese Hunderasse, habe jedoch aktuell keinen Platz und nicht genügend Zeit, um dem Tier gerecht zu werden. Leider sitzt hier im Tierheim ein Aussie und ich überlege, ob ich ihn als Pate zum Spazierengehen abholen soll, dann hätten wir doch beide etwas davon, oder was denkt ihr?

    lg und frohe Weihnachten, wünscht Sascha

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