Steckbrief – Der Mops und seine Zuchtgeschichte

Der Mops

Es wird mal wieder Zeit für den Steckbrief eines Vierbeiners. Da wir im Bekanntenkreis auch so einen Gesellen haben, möchte ich diesmal den Mops etwas näher beschreiben. Die kleinen, kräftigen Wonne- proppen, mit der markanten Schnauze, erfreuen sich ja in letzter Zeit auch immer größerer Beliebtheit. Welches Wesen den Mops auszeichnet und wie es um seine Vitalität bestellt ist, erfahrt Ihr, wenn Ihr weiterlest


 

Der Mops und seine Geschichte


Die ersten Aufzeichnungen über den kompakten Mops kommen aus dem alten China und lassen sich über 2200 Jahre zurückverfolgen. Zuchtvater der Möpse waren Hunde, aus der Familie der Doggen. Natürlich muss man sich vor Augen halten, dass die damaligen Tiere nicht wirklich Ähnlichkeiten mit den heutigen Möpsen hatten. Die aktuelle optische Ausprägung ist das Ergebnis Jahrhunderte langer Zuchtlinien. Bereits in der Tang-Dynastie um 1000 n Chr. brachte es der Mops auf 8 Unterarten. Alle diese Standards wurden penibel weiterverfolgt.


Als rassetypischen Vorfahren der ersten Möpse wird der Lo-Sze gesehen. Während der Ming-Dynastie wurde der Mops dann regelrecht geadelt. In dieser Zeit war es nämlich nur Kaisern vorbehalten, einen Mops zu besitzen oder lediglich anzufassen. Im 16. und 17. Jahrhundert schaffte es der Mops dann bis nach Europa, genauer gesagt in die Niederlande. Es wird davon ausgegangen, dass er über die East India Company seinen Weg nach Europa fand. Der orangene Fellschimmer sorgte dafür, dass der Mops von den Oraniern als Symbolfigur genutzt wurde. In dieser Zeit soll sich auch der Name aus dem englischen „mope“ (sich langweilen) oder dem niederländischen „moppern“ („mürrisch schauen“) abgeleitet haben.

 
Der Mops Steckbrief
 

Das Erscheinungsbild des Mopses

Ein Mops hat kurzes und glattes Fell. Die Farben reichen von schwarz über grau, bis zu diversen Farbabstufungen von beige-braun. Eine Zeichnung sollte den größtmöglichen Kontrast zur Grundfarbe ergeben. Das Idealgewicht liegt zwischen 6 und 8 Kg. Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung ist bei dieser Hunderasse sehr wichtig, da sie schnell zu Übergewicht neigen.

 

Charakter und Wesen

Der Mops ist ein lebensfroher, intelligenter und temperamentvoller Kleinhund. Weiterhin zeichnet sich dieser Hund durch sein hohes Maß an Anhänglichkeit aus. Der junge Hund möchte unbedingt überall dabei sein und weicht seinem Besitzer nicht von der Seite. Auch wenn der Mops niemals aggressiv ist, benötigt er eine konsequente Hand, die sein Temperament in die richtigen Bahnen lenken. Weiterhin kann er schlecht über Gefahrensituationen urteilen und kann sich daher, mit seinem überdurchnittlichen Mut gegenüber größeren Tieren, schnell in Teufels Küche bringen.


Der Mops – Die Vitalität

Durch den runden Kopf und die kurze Schnauze des Tieres kann es zu Atmungsproblemen führen, ebenso besteht durch Reizungen der Nasefalte mit Haaren oder Fell des Tieres die Möglichkeit von kronischen Entzündungskrankheiten im Maulbereich. Die gesundheitliche Hauptproblematik beim Mops bildet allerdings falsch verstandener züchterischer Ehrgeiz. Hier kann es vorkommen, dass die Größenverhältnisse zwischen Hündin und Welpen nicht mehr stimmt und es dadurch zu Fehlgeburten kommt. Bei stark verkürztem Oberkiefer kann es ebenso zu Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme oder dem Abnabeln von Jungtieren kommen.

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4 Gedanken zu „Steckbrief – Der Mops und seine Zuchtgeschichte“

  1. Schade nur das die meisten Besitzer leider nicht die nötige Erziehung zukommen lassen. Kenne einige Mopsbesitzer, bei denen darf der Mops alles. Zudem sind die meisten völlig fett gefüttert und kaum mehr in der Lage einige Meter zu laufen…

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