Der Tschechoslowakische Wolfshund und Maulwurfen…

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo wartet auf Fremde
Meine allererster Arbeitstag mit meinem moppeligen Kollegen Boris

Die Zeit vergeht wie im Fluge! Ich kann mich noch sehr gut an meine Einschulung erinnern, aber kurz danach kam dann sogar schon die Berufswahl und mein erster Arbeitstag auf mich zu. Eigentlich konnte ich mir den Beruf nicht aussuchen…



Eines Montag Morgens wurde ich mit in Frauchens Glaserei geschleppt und wurde so vor vollendete Tatsachen gestellt. Positiv war, dass ich Oma dort jeden Morgen wiedersah und Sie mehrmals am Tag mit mir Gassi ging. Etwas weniger schön war der rege Kunden- und Lieferantenverkehr. Ihr habt ja bereits gehört was ich von Fremden halte. Jedes Mal wenn jemand stören kommt muss ich mich zwangsläufig zuerst in eine sichere Ecke retten und sondieren, was der Störenfried im Schilde führt. Einige Leute mochte ich einfach nicht und blieb deshalb die ganze Zeit auf sicherer Distanz. Manch andere Menschen mochten mich anscheinend nicht, da Sie trotz meines Liebesbeweises (dem sog. Arschkniff) nicht gerade positiv auf mich reagierten. Ich glaube Frauchen nennt Sie Postboten.

Der Tschechoslowakische Wolfshund Ameo wird erwachsen
Ich, schon ganz schön groß mit Sammy

Neben den personellen Verwirrungen habe ich mich dann auch öfters dazu hinreißen lassen Musterkoffer, Kopier- und Toilettenpapier sowie allerlei andere Materialien zu zerfetzen oder aber hin und wieder auf den Betonfussboden der Halle zu urinieren. Manchmal schien die gesamte Belegschaft froh zu sein, wenn Frauchen mich bei Außenterminen mit dem Auto mitnahm. Wir hatten manchmal eine wirklich harte Zeit und ich glaube als echter Lehrling hätte ich die Probezeit nicht überstanden.


Herrchen sah ich jetzt fast nur noch am Wochenende, da er wohl beruflich woanders tätig war. Ich war aber trotzdem glücklich, wenn er am Freitagabend vor mir stand, auch wenn die Freunde manchmal etwas verhalten war. Er ist halt keine Cloe. Er wunderte sich dafür jedes Wochenende, welchen Wachstumsschub ich von Woche zu Woche hinlegte. Durch meinen neuen Arbeitsplatz weitete sich ja nun mein Revier aus, leider kann ich es bis heute immer noch nicht markieren. Was ich aber gut kann, ist bei der Tierwanderung bzw. dem Wildwechsel unterstützen. Bei einem Streifzug durch das Industriegebiet krabbelte mir doch ein kleines schwarzes Tier mit großen Grabepfoten vor die Schnautze. Maulwurfen! Da der arme Geselle nicht ordentlich gucken konnte habe ich ihn mir geschnappt und durch die Gegend getragen. Keine Angst, ich habe ihn nicht gefressen, nur etwas mit ihm getobt. Die Versuche von Frauchen und Oma, mir meinen Kameraden abzujagen blieben natürlich vergeblich, ich bin ja schnell. Erst auf dem Grundstück der Glaserei war ich etwas unachtsam und der schwarze Kollege konnte sich befreien und ins Erdreich wühlen. Seitdem haben wir lustige Hügel auf dem Rasen…

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo Maulwurfen
Solche coolen Hügel baut mein Freund Maulwurf Harry

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6 Gedanken zu „Der Tschechoslowakische Wolfshund und Maulwurfen…“

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