Hunderassen Steckbrief – Der Deutsche Schäferhund

Steckbrief_Schaeferhund

Im vorliegenden Artikel soll die Hunderasse des deutschen Schäferhundes näher betrachtet werden. Der Tiersteckbrief zeigt die Zucht- geschichte auf und widmet sich dem Aussehen des Hundes. Charakter, Erziehung und Vitalität eines deutschen Schäferhundes werden ebenfalls thematisiert. Der deutsche Schäferhund wurde zur Zucht des Tschechoslowakischen Wolfhundes genutzt. Bei den ersten Zuchtversuchen kam es zur Verpaarung mit frei lebenden Wölfen. Jetzt aber zum Steckbrief des deutschen Schäferhundes.


 

Die Geschichte des deutschen Schäferhundes

Die Ahnen des deutschen Schäferhundes waren kurzhaarige deutsche Hütehunde. Diese Tiere waren in zahlreichen Ausprägungen im gesamten europäischen Raum vertreten. Neben der reinen Hüteaufgabe von Tierherden wurden die Hunde auch zum Schutz des Schäfers eingesetzt. Die Vorfahren des deutschen Schäferhundes kamen vornämlich aus dem süddeutschen Raum. Neben dem deutschen Schäferhund, ist auch der altdeutsche Schäferhund eine Rasse, die auf diese Vorfahren zurückzuführen ist.


Max Emil Friedrich von Stephanitz gilt als Begründer der eigentlichen Rasse. Bei Manöverübungen während seiner Offizierslaufbahn beobachtete er begeistert die Arbeit eines Schäfers mit seinen Hunden. Die Rüden Horand von Grafrath und Luchs von Sparwasser, sowie die erste Zuchtmutter Mari von Grafrath erhielten als Erste eine Eintragung in das Zuchtbuch des 1899 gegründeten Vereins für Deutsche Schäferhunde. Das Buch: „Der deutsche Schäferhund in Wort und Bild“ von Stephanitz kann kostenlos über den Link gelesen werden.

Schaeferhund_Profil
Bild von hintergrundbildergratis.com

Es handelt sich allerdings um ein Exemplar, welches noch in deutscher Schrift verfasst wurde:-). Die zunehmende Beliebtheit dieser Hunderasse führte leider auch dazu, dass sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg, tausende deutsche Schäferhunde zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Besonders im zweiten Weltkrieg dienten die Tugenden des deutschen Schäferhundes zu nationalsozialistischen Propagandazwecken. Die große Verbreitung des deutschen Schäferhundes beschränkte sich allerdings nicht auf Deutschland. In den USA und UK wurde die Rasse allerdings auf Alsatian umgetauft.


Das Aussehen des deutschen Schäferhundes

Ein vitaler deutscher Schäferhund ist mittelgroß und minimal gestreckt. Seine Statur ist kräftig und muskulös. Neben der schwarzen Nase wird im Rassestandard eine leichte Wölbung der Stirn vorgeschrieben. Der Schäferhund hat stehende Ohren, welche vom Kopf aus spitz zulaufend sind. Seine dunklen Augen besitzen eine leichte Schräglage. Das Fell ist glatt und weist eine starke Unterwolle auf. Die Färbungen reichen von reinem Schwarz und Grau zu Zeichnungen zwischen schwarz und braun. Weiße Schäferhunde bilden seit 2011 einen eigenen Standard (Berger Blanc Suisse).

 

Das Wesen des deutschen Schäferhundes

Schäferhund Garten
Bild von A.S._pixelio.de

Ein deutscher Schäferhund ist nervlich belastbar, lernbegierig und selbstsicher. Im Grunde seines Herzens handelt es ich um ein sehr gutmütiges Tier, wenn keine erzieherischen Maßnahmen diese Eigenart verändert haben… Das Halter eines Schäferhundes erfordert dennoch viel Disziplin, da kaum ein anderer Hund einen derart starken Drang hat, dem Rudelführer zu gefallen. Neben viel Auslauf benötigt der deutsche Schäferhund vor allem geistige Beschäftigung, um ausgelastet zu sein. Nervöse oder ängstliche Tiere lassen auf eine schlechte Zucht schließen.

 
 

Deutscher Schäferhund – Erziehung

Der ausgeprägte Gehorsam zu seinem Rudelführer begünstigt eine reibungslose Erziehung. Die einzige Hürde hierbei ist, dass der Hund 100% von Führungsrolle der Bezugsperson überzeugt ist. Ähnlich, wie bei Wölfen muss der Leitwolf den anderen Tieren seine Führungsstärke suggerieren. Ansonsten übernimmt schnell ein anderer Wolf diese Position. Zum Erreichen dieser Situation ist aber unter allen Umständen auf Zwang zu verzichten.


Härte zerstört das Vertrauen zum Tier. Sendet der Halter dagegen positive Bestärkungen aus, festigt das, das Verhältnis zwischen Hund und Mensch. Positive Signale werden vom Hund wesentlich besser verknüpft als körperliche Härte! Nur so begreift der Hund seinen Platz im Rudel und akzeptiert diesen auch gern. Härte oder sogar körperliche Gewalt können dazu führen, dass der Hund jegliches Vertrauen in den eigenen Herrn verliert und seinerseits auf die nächste Chance wartet, die Position des Rudelführers zu übernehmen.

 

Die Vitalität des deutschen Schäferhundes

Häufige Erkrankungen bei deutschen Schäferhunden sind Ellenbogen und Hüftgelenkdysplasie. Es gibt auch Berichte über verstärkte Allergieanfälligkeit oder Taubheit. Die heutigen deutschen Schäferhunde sind größer und muskuköser, als ihre Zuchtahnen. Neben der verminderten Agilität, fällt ein weiterer Aspekt besonders negativ auf. Der aus ästhetischen Gründen immer stärker abfallende Rücken des deutschen Schäferhundes begünstigt Gelenk- und Knochenkrankheiten.

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6 Gedanken zu „Hunderassen Steckbrief – Der Deutsche Schäferhund“

  1. Ich habe leider immer gehört, dass sie schwer zu erziehen sein sollen und dass sie sehr anfällig gegen Krankheiten sind.(Dauerinvestierung) Ich habe mir daher auch keinen Schäferhund zugelegt. Ich finde deinen Artikel aber gut geschrieben und es sind schöne Bilder dabei! Danke=)

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