Hund mit verschiedenem Futter

Gutes und nahrhaftes Hundefutter

Was sollte drin sein und was besser nicht?

Hunde sind die besten Freunde des Menschen, weswegen ihre gute Ernährung sich von selber versteht. Gute Futtersorten finden ist nicht leicht. Wichtig ist es, zu wissen, welche Zutaten in ein qualitativ hochwertiges Hundefutter gehören und welche nicht.

Der Handel bietet Hundefutter in Form von Alleinfutter und Ergänzungsfutter. Ersteres hat den Anspruch, Hunde optimal mit Nährstoffen zu versorgen und dient zur langfristigen, alleinigen Ernährung. Alleinfutter gibt es als Trockenfutter, Feuchtfutter und halbfeuchtes Futter. Ergänzungsfutter eignet sich, um selber zusammengestelltes Hundefutter mit wichtigen Nährstoffen anzureichern.

Hundefreunde tun gut daran, sich bei Hundefutter die Etikettenlisten anzusehen, die im Idealfall auflisten, welche Stoffe die Produkte enthalten. Ansonsten sagen die Etiketten nichts über die Qualität der Inhaltsstoffe aus.

 

Gängige Inhaltsstoffe von Hundefutter im Handel sind:

  • Rohproteingehalt
  • Rohfettanteil
  • Rohfasergehalt
  • Rohaschegehalt

Der Rohproteingehalt bezeichnet zum größten Teil alle im Hundefutter vorhandenen Eiweißverbindungen. Protein ist nicht gleich Protein: Unterschiedliche Proteine aus Muskelfleisch, Bindegewebe oder Pflanzen lassen sich unterschiedlich von Hunden verdauen.




Das bedeutet, kennt der Hundefreund den Rohproteingehalt eines Hundefutters und weiter nichts, ist ihm die Qualität des im Hundefutter enthaltenen Proteins unbekannt. Deswegen kann er nicht wissen, ob sein Hund das Hundefutter verträgt. Bei Hundefutter gilt: Trockenfutter 20 Prozent Rohproteingehalt oder, Dosenfutter nicht weniger als sechs Prozent.

Der Rohfettanteil bezeichnet den Energiegehalt eines Hundefutters. Dabei handelt es sich um alle möglichen Öle. Hier gilt Ähnliches wie beim Rohproteingehalt: Der Rohfettgehalt sagt nichts über Art und Herkunft der Fette. Gute Hundefutter zeigen auf der Inhaltsliste, welche Fette sie enthalten. Die Höhe des optimalen Rohfettgehalts hängt vom Aktivitätslevel des Hundes ab.

Hundekekse in kleinen Schachteln

Der Gehalt an Rohfaser beschreibt die Menge der pflanzlichen Fasern (unverdauliche Pflanzenbestandteile). Diese haben die Aufgabe, die Verdauung des Hundes zu unterstützen. Fleisch besitzt keine Rohfasern. Deswegen mischen Hersteller ihrem Hundefutter Obst und Gemüse bei. Hunde benötigen eine bestimmte Menge an Rohfasern.

Der Gehalt an Rohasche steht für die Summe der Mineralstoffe und Spurenelemente im Hundefutter. Exakt lässt sich anhand des Wertes an Rohasche nicht ableiten, welche Mineralien das Hundefutter enthält. Deshalb listet gutes Hundefutter diese Informationen detailliert auf.

 

Welche Zusätze im Hundefutter sind unnötig oder schaden Hunden?

  • Süßigkeiten und Süßstoff
  • Farb- und Aromastoffe
  • Getreide
  • Rohes Schweinefleisch
  • Gans
  • Avocado
  • Küchenzwiebel, Knoblauch

Zucker gehört nicht ins Hundefutter. Trotzdem ist Zucker Bestandteil vieler Supermarktprodukte wie Trockenfutter, Nassfutter, Leckerli und Kauknochen. Zucker schadet den Zähnen und macht den Vierbeiner dick. Besser ist es für Hunde, Kohlenhydrate durch Nudeln, Kartoffeln oder Reis aufzunehmen.




Manche Süßigkeiten enthalten den Süßstoff Xylit, der für Hunde schädlich ist. Er enthält eine Substanz, die bei Hunden den Blutzuckerspiegel stark sinken lässt. Die Folgen sind Krämpfe, Leberschäden oder andere Störungen.

Farb- und Aromastoffe sind im Hundefutter überflüssig. Getreide ist nicht Bestandteil eines guten Hundefutters, da das Gebiss eines Hundes auf das Zerkleinern von Fleisch ausgelegt ist. Um Getreide zu zerkleinern, fehlen Hunden die notwendigen Zähne. Des Weiteren bildet der Speichel eines Hundes keine Enzyme, die für die Verdauung von Getreide nötig sind. Folgen von zu viel Getreide im Hundefutter sind in vielen Fällen Zahnbeläge, Allergien, eine erhöhte Belastung der Organe und eine Störung des Immunsystems.

Grundsätzlich gilt: Die menschliche Nahrung ist in der Regel nichts für Hunde. Dies gilt zum Beispiel für die verführerisch duftende Weihnachtsgans, die zu fettig und salzig ist für Hunde. Des Weiteren für rohes Schweinefleisch, das ein Virus enthalten kann, das im schlimmsten Fall zum Tod führt. Für Menschen ist dieses Virus (Aujestzky-Virus) nicht schädlich.

Ähnliches gilt für bestimmte Avocadosorten, Knoblauch und die gewöhnliche Küchenzwiebel. Erstere enthalten das für Hunde tödliche Gift Persin. Küchenzwiebeln und Knoblauch enthalten Allylpropyldisulfide und N-Propyldisulfide. Diese Inhaltsstoffe sind in der Lage, bei Hunden die roten Blutkörperchen zu zerstören, was zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen kann. Deswegen gilt: Hunden kein Futter anbieten, das Küchenzwiebeln, Knoblauch oder Avocado enthält.

 

Welche Inhaltsstoffe sind für Hunde gut?

Hunde ernähren sich zum Großteil von Fleisch. Der Fleischanteil bei auf dem Markt erhältlichem Hundefutter ist unterschiedlich. Er reich von acht bis 15 Prozent bei billigen Produkten bis zu 35 Prozent bei Produkten im gehobenen Preissegment.

Der Rest sind Füllstoffe auf Getreidebasis. Letztere vertragen Hunde in vielen Fällen nicht. Des Weiteren sind Füllstoffe in der Lage, Allergien auszulösen. Deswegen gilt: auf den Fleischanteil des Hundefutters achten.

Wichtig ist es, auf die Qualität und die Art des Fleisches zu achten. Empfehlenswert sind Muskelfleisch und Innereien, beide Fleischsorten liefern wichtige Mineralstoffe. Gutes Hundefutter enthält eine Fleischsorte und gute Basiszutaten für den Nährstoffbedarf des Hundes.

Es enthält am besten nicht Fleisch von mehreren Tierarten und Zusätze wie Kräuter und andere, die kein Hund benötigt. Letztere lassen sich bei Bedarf zusätzlich dem Hundefutter beimischen, wie bei Hautproblemen des Hundes.




Ein Tipp: Wer Fleisch in Bioqualität kauft, unterstützt weder Massentierhaltung noch Großlandwirtschaften und erhält Fleisch ohne Medikamentenrückstände. Letztere schaden oftmals der Gesundheit des Hundes.

 

Mit welchen Zusätzen lässt sich Hundefutter ergänzen?

  • Gute Öle
  • Obst und Gemüse
  • Fleisch und Knochen (nicht Schweinefleisch oder gekochte Knochen)
  • Salzige Knabbereien in Maßen

Durch gute Öle wie Leinöl, Distelöl, Olivenöl ebenso wie durch Obst und Gemüse lassen sich Hundefutter ergänzen. Obst am besten in Maßen, ohne Kerne und Schale. Des Weiteren gilt bei Gemüse und Obst: Im Idealfall püriert wegen der Unfähigkeit von Hunden, die Zellwände zu verdauen. Die Beigabe von Öl in geringen Mengen führt zur besseren Verwertung von fettlöslichen Vitaminen.

Fleisch und Knochen lassen sich zusätzlich, aber nicht zusammen mit Trockenfutter verabreichen wegen der unterschiedlichen Verdauungszeiten. Ausnahmen bilden rohes Schweinefleisch und gekochte Knochen. Letztere sind durch das Erhitzen porös und splittern in vielen Fällen.

Weiterhin sind salzige Knabbereien bei der Ernährung von Hunden in Maßen unbedenklich, da sie Natrium enthalten, das den Nährstoffbedarf eines Hundes deckt. Dies gilt nicht bei Hunden mit Herz- oder Nierenerkrankungen. Letztere verzichten besser auf Salz, da es zu Wassereinlagerungen führt und Blutdruck, Herz und Nieren zusätzlich belastet.

Ein Gedanke zu „Gutes und nahrhaftes Hundefutter“

  1. Hallo,

    wir hatten lange auf den Rat unseres Tierarztes vertaut und Royal Canin gefüttert. zeitgleich hatten wir ständig mit Zwischenzehenekzemen und Ohrenentzündungen zu kämpfen. Auch die menge des Kotabsatzes war erschrecken. lange Zeit habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil ja unser Tierarzt ein „gutes Futter“ empfahl. Dann hatte ich mich etwas belesen und beschloss das Futter zu wechseln. Wir stellten auf http://www.bellfor.info/Bellfor-Premium-Pur/ in kleinen Schritten um. Nach einigen Wochen war die Haut in den Zwischenzehenbereichen trocken und weich. Die Ekzeme gingen zurück. Auch die Ohren schmalzten weniger und das Ohrsekret wurde klarer. Seit dem füttern wir nur noch dieses futter und dem Hund geht es deutlich besser. Auch die Häufchen wurden kleiner und weniger.

    Grüße

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