Inkontinenz bei Hunden – Was kann ich tun?

Inkontinenz bei Hunden tritt am häufigsten im Seniorenalter auf, aber auch junge Tiere können von der sog. Blasenschwäche betroffen sein.

Inkontinenz bei Hunden
Hund beim Wasser lassen | Bild von Angelina Ströbel / pixelio.de

Viele Hunde verlieren dauerhaft Urin. Auch wenn die Abgabe in der Regel nur in Tröpfchenform von statten geht, handelt es sich um eine große Belastung für Mensch und Hund. So kann der dauerhafte Urinverlust auch zu wunden Stellen und Hautreizungen des Tieres führen. Erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels, welche Ursachen zur Inkontinenz bei Hunden führen und was Sie dagegen tun können.



Mögliche Ursachen von Inkontinenz bei Hunden

Bei jungen Rüden steht die häufigste Ursache in Zusammenhang mit einer Kastration. Dabei treten erste Symptome häufig oft Jahre später auf. Sehr problematisch für die Diagnose der Inkontinenz bei Hunden, da das Herrchen oder Frauchen nach dieser Zeit kaum noch an die vorgenommene Kastration denkt. Das Tier kann aber auch an Hormonstörungen leiden oder eine Entzündung der Blase haben. Nervenschäden oder Fehlbildungen der Harnröhre sind dagegen seltener und machen sich natürlich schon sehr früh bemerkbar. Darüber hinaus können Hunde zu temporär inkontinenten Situationen neigen. Gemeint sind Reaktionen auf äußerliche Einflüsse, wie Freude oder Angst. Unser erster Hund hat z. B. immer ein paar Tropfen Harn gelassen, wenn er eine gewisse Zeit allein war und die Famile schließlich Heim kam. Bei der Gruppe der Senioren kommt der natürliche Alterungsprozess zum Tragen. Genau wie beim Menschen wird das Bindegewebe schwächer und Muskelmasse abgebaut. Der Hund kann seine Körperfunktionen also nicht mehr richtig koordinieren. Auch bei Tieren kann eine altersbedingte Demenz eintreten und damit der Auslöser für für die Inkontinenz des Hundes sein. Alle Formen der Inkontinenz beim Haustier sollten möglichst genau beobachtet werden, um dem Tierarzt die Diagnose zu erleichtern. Die Ursachen für Inkontinenz bei Hunden sind also:

  • Probleme bei einer Kastration
  • hormonelle Störungen
  • Blasenentzündung
  • Schädigung des Nervensystems
  • Mißgebildete Blase oder Harnröhre
  • Äußere, emotionale Einflüsse
  • Altersbedingte Einflüsse

 

Behandlungs- und Therapiemaßnahmen von Inkontinenz bei Hunden

Eine Therapie kann verständlicher Weise nur Erfolg haben, wenn die tatsächliche Ursache der Inkontinenz beim Hund gefunden wurde. Entzündungen werden dabei in der Regel mit Antibiotika behandelt. Mißgebildete Harnwege erfordern dagegen eine Operation, bei der, durch Implantationstechniken oder wiederherstellungschirurgische Eingriffe, die ursprüngliche Form des Harnleiters rekonstruiert wird.

Auftretende Inkontinenz bei Rüden nach der Kastration wird mit Hormonpräparaten behandelt. Bei Inkontinenz, die durch Muskelabbau und Bindegewebsschwäche verursacht wird, sind vornehmlich sog. Sympathikomimetika im Einsatz. Diese Medikamente haben eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem. Erhöhter Blutdruck, verbesserte Atmung und stärkere Muskelspannung sind die Folge. Nebenwirkungen sind allerdings ein erhöhter Energieverbrauch, gepaart mit Appetit- losigikeit.

Homöopathisch können auch folgende Mittel hilfreich sein:

  • Cranberrys
  • Kürbiskerne
  • Causticum
  • Staphisagria

Für die Verabreichung der richtigen Menge an alternativen Heilmitteln sollten Sie unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Tierheilpraktiker halten. Versuchen Sie nicht ohne fachliche Begleitung eine Therapie gegen die Inkontinenz Ihres Tieres durchzuführen. Wenn keine Behandlung die Kontinenz des Hundes wieder herstellt können Sie sich auch mit Windelhosen für Hunde behelfen. Diese gibt es für wenig Geld und sind kaum hinderlich für das Tier.

 

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