Die Magendrehung beim Hund

Magendrehung beim Hund

Die Magendrehung (Torsio ventriculi) ist eine ernste Sache für uns Vierbeiner. Sollte nach Auftreten nicht schnellstmöglich ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, der diese auf chirurgischem Wege behebt, droht der Tod durch Schockzustand.


Hohe Sterblichkeit bei Magendrehung




Bei uns Hunden oder auch Wölfen ist der Magen auf eine große Nahrungsaufnahme ausgelegt. Der Magen hängt also im Bauchraum an langen, recht beweglichen Bändern. Bei einer Magendrehung kippt der Magen gewissermaßen im Uhrzeigersinn und verschließt so den Ausgang. In Folge können durch Gärungsprozesse entstehende Gase nicht mehr an den Darm weitergegeben werden und der Magen bläht sich auf. Diese Aufgasung führt zur Komprimierung von Blutgefässen und Nervensträngen, welche wiederum den tödlich verlaufenden Kreislaufschock verursachen kann. Die Sterblichkeitsrate beläuft sich zwischen 15-33 %, wenn die Operation bis ca. 6 Stunden nach der Drehung erfolgt. Danach verschlechtert sich die Überlebeschance rapide. Die Ursachen für die Magendrehung sind aktuell nicht ausreichend erforscht. Ansätze sprechen u. a. von:

  • zu fetthaltige Futter
  • zu große Mengen Futter
  • Inzucht
  • Vererbung
  • Starkes Toben nach dem Fressen
  • Kriechbewegungen nach dem Fressen

Alle diese Punkte können Grund für eine Torsio ventriculi sein, es gab aber auch schon Hunde mit der Diagnose, bei der keines dieser Merkmale zutraf. Auffällig ist bis jetzt nur, dass große Hunderassen mit tiefem Brustkorb eher anfällig für diese Erkrankung sind.




Schnellstmöglich zum Tierarzt

Magendrehung_Röntgenbild

Der Hundebesitzer sollte seine Hunde nach der Futteraufnahme nach Möglichkeiten noch einige Zeit im Auge behalten. Die Aufblähung des Bauches setzt ca. 1 bis 2 Stunden nach der letzten Fütterung ein und kann gigantische Ausmaße annehmen. Die Schwellung erstreckt sich dabei bis deutlich über die Rippenlinie und der Hund versucht vergeblich zu koten oder sich zu übergeben. Einige Tiere begeben sich in eine Schonhaltung um den Magen- und Darmtrakt zu entlasten. Im späteren Verlauf wirkt der Vierbeiner apathisch und die Schleimhäute färben sich aufgrund der schlechten Durchblutung bläulich. Also solltet Ihr solche Symptome wahrnehmen dürft, Ihr keine Zeit verlieren und schnell Euren Tierarzt verständigen. Einen sehr guten und ausführlichen Artikel zum Thema gibt es von Herrn Dr. med. vet. Koch. Ein Pdf mit vielen anschaulichen Illustrationen findet Ihr unter diesem Link.

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