[Teil I] Mordversuch beim Abendbrot…

Eigentlich begann der besagte Tag wie jeder andere auch.  Nichts deutete darauf hin, dass er im reinen Horror enden würde. Nach dem Aufstehen wurde ich von Frauchen auf den Arm genommen, die Treppe hinuntergetragen, angeleint und dann draußen auf den nassen Rasen gesetzt. Diesmal tat ich Ihr sogar den Gefallen und erleichterte mich, wie es sich für einen großen Wolf gehört, erst dort.




Frauchens Freude war groß und sie lobte mich ausschweifend. Herrlich, dachte ich, wenn man mit dem bisschen draußen Gepuller so viel Streicheleinheiten abgreifen kann, sollte ich es vielleicht öfter mal probieren. Verdutzt musste ich aber schauen als Herrchen die Garage betrat. Den morgentlichen Kaffee in seine Hand sah ich eigentlich immer, ebenso wie die Zigarette, die kurz darauf angezündet wurde. Aber seine Kleidung…

Er sah aus wie ein Penner, die Klamotten voller Dreck und Farbe. Wo wollte der denn hin? Doch es wurde noch besser. Eine Weile später, ich befand mich die ganze Zeit unter Herrchens wachsamen Blicken, kam Frauchen zurück in die Garage und ihre Kleidung stand Herrchens in nichts nach. Wollen wir zusammen in der Jauchekuhle toben, oder was sollte das? So kannte ich meine Leute nicht. Meine Frage bekam ich nach wenigen Minuten Autofahrt  beantwortet. Ich wurde vor einer recht heruntergekommenen Bruchbude aus dem Kofferraum gehoben. Wollen die mich etwa aussetzen?

Bruchbude Innenansicht

Als wir um das Gemäuer gingen war da eine Person, die mich das ganze Gerede von „Haussanierung“ und „das wird unser neues Zuhause“, vergessen ließen. Da stand Oma! Oma ist eigentlich mein Lieblingsrudelmitglied. Bei Ihr darf ich alles, bekomme ich alles und erhalte ordentlich Zuneigung.

Der Samstag verging praktisch wie im Fluge. Oma machte einen Spaziergang mit mir, danach bekam ich Streicheleinheiten und später tobten wir noch etwa in Ihrem Garten. Ich mehr, Sie weniger! Ich werde Oma mal fragen, ob Sie nicht auch auf einem Steckbrief im Blog erscheinen möchte, damit Ihr Sie kennenlernen könnt. Sie hätte in jedem Fall einen Eintrag unter „meine Clique“ verdient. Ich verbrachte also diesen Samstag bei Oma, wie noch viele Samstage, weil Frauchen und Herrchen sich als Penner verkleiden mussten und dann in der alten Hütte Eimer mit Dreck von A nach B tragen wollten. Als wir Abends erschöpft (ich vom Spielen, die anderen beiden vom Dreck schleppen) nach Hause fuhren, deutete noch immer nichts auf die traumatischen Ereignisse hin, die gleich folgen sollten. Ende von [Teil I].




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13 Gedanken zu „[Teil I] Mordversuch beim Abendbrot…“

  1. Steckbrief Oma: Das finde ich richtig gut. Macht aber auch ein schönes Photo. Ich hab‘ Ameo lieb. Am Samstag komme ich nach Eschede. Hoffentlich erkennt er mich noch … Klaus und Michael sind auch ganz interessiert, den Blog regelmäßig zu lesen.
    Liebe Grüße
    M.

  2. Der Blog ist ein bisschen seltsam… ein erwachsener Mensch schreibt aus der „ich“ Perspektive eines Hundes in Baby- Sprache…. es verwirrt! Dieser Blog ist extrem austauschbar… und vorallem volkommen belanglos.. Es ist nur ein Hund, er wird den Geruch von Camenbert nicht kennen… Leider, aber es ist so!

    1. Vielen Dank für Deinen produktiven Beitrag, Tim! Die Tatsache, dass Du Dich auf den Camembert beziehst und Deinen Kommentar beim Eintrag „Mordversuch beim Abendbrot“ gepostet hast, zeigt mir immerhin, dass Du mindestens zwei Artikel gelesen hast. Also scheinen die Artikel ja wenigstens etwas Interesse geweckt zu haben…
      Ein Hund kann den Geruch von Käse übrigens sehr wohl erkennen und wird diesen vermutlich eher wittern, bevor Du überhaupt an Käse denkst. In diesem Sinne: Es lebe die Meinungsfreiheit und damit Freigabe für Deinen Kommentar, auch wenn ich mich anfangs sehr darüber geärgert habe!

  3. Mahlzeit, ich bin mal so frei und schreibe was auf deiner Seite. Sieht schick aus! Ich nutze auch WordPress seit kurzem verstehe aber noch nicht alle Funktionen. Deine Seite ist mir da immer eine gute Inspiration. Danke!

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