„Ode an den Postboten“ in Wolf-Dur

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo
Hier liege ich unter meinem Lieblingsschreibtisch in der Firma

Nachdem ich meinen ersten Geburtstag ohne große Zwischenfälle überstanden habe und den letzten Beitrag mein Herrchen übernommen hat, wird es Zeit mich wieder selbst zurückzumelden!





Erstmal danke für die Glückwünsche und den überdimensionalen Kauknochen. Leider habe ich Letzteren nicht so gut vertragen und musste ihn auf unseren neuen Teppich würgen: Frauchen und Herrchen waren trotz meines Geburtstages nicht begeistert. Nur der leidige Blick eines magenkranken, tschechoslowakischen Wolfshundes, gepaart mit lautem Magengrummeln besänftigte die Beiden. Ich habe das ja schließlich nicht mit Absicht gemacht. Kommen wir jetzt zu meinem eigentlichen Thema. Am Tag vor meinem Geburtstag war Herrchen und ich bei Freunden. Herrchen hat ein paar Bier getrunken und ich habe ein Seil in der Gartenlaube gefressen. Die übrigen Gäste habe ich ziemlich in Ruhe gelassen, was meinen Chef nicht darin gehindert hat aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo liegt in der Firma
Na, wer kommt denn dort schon wieder

In der Glaserei, wo ich unter der Woche meine Tage verbringe, würde ich mich gänzlich anders verhalten. Ich würde jedem Postboten in den Hintern beißen und die meisten Briefträger würden schon gar nicht mehr aus dem Auto steigen sondern nur noch Hupen und darauf warten, dass Ihnen die Post jemand abnimmt. Ja, ja, Hunde und Postboten! So kann ich das aber nicht stehen lassen. Liebe Postboten, macht Euch keine Gedanken, dass der Zorn der Hunde etwas mit Eurem Beruf zu tun hat. Wenn der Bäcker jeden Morgen kurz die Brötchen ins Büro werfen würde, ohne sich mit mir zu beschäftigen, würde ich Ihm auch den Hintern „küssen“. Ich weiß, dass sich dieses Verhalten eigentlich nicht gehört, aber ich bin noch ein Kleinkind.

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo auf dem Firmengelände
Ich beim Frühsport auf dem Firmengelände

Zugegegeben, ein Kleinkind mit gut ausgeprägtem Gebiss:-). Anders als mein Zuneigungsgeknibbel will ich bei Euch testen, welche Rolle Ihr in unserem Rudel einnehmt. Ihr kommt häufiger vorbei, also gehört Ihr irgendwie mit zum Rudel und ich muss jetzt herausfinden, welche Position Ihr einnehmt. Über oder unter mir. Da staunt Ihr was? Ihr wollt bloß die Post abgeben und für mich steht die gesamte Rudelhierarchie auf dem Spiel. Also, wenn ich Euch zu nahe komme, wäre ein Klaps auf die Nase vertretbar oder Ihr bestecht mich mit Leckerlies. Wobei mir die zweite Möglichkeit besser gefällt:-). Einer Eurer Kollegen hatte mit dieser Tour übrigens immensen Erfolg, wir sind dicke Kumpel geworden.

TschechoslowakischerWolfshund Ameo
Ich sehe alles

Denke ich an meine ersten Tage zurück, ist meine Entwicklung durchaus positiv verlaufen. Ich kann natürlich nicht von Euch verlangen, dass Ihr das Gebäude betretet, wenn ein recht groß gewachsener Wolfhund Euch in Empfang nimmt, der Weg bis zum Briefkasten sollte doch aber machbar sein. Natürlich hoffe ich, dass es in absehbarer Zukunft mit uns klappt und daher möchte ich Euch ein Friedensangebot unterbreiten. Dieser Song steht dafür und geht an alle Postboten da draußen…

 

Titel: The Marvelettes - Please Mr. Postman

 

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6 Gedanken zu „„Ode an den Postboten“ in Wolf-Dur“

  1. Ich hoffe das Wir auf jeden Fall noch Freunde werden, auch wenn ich nicht so oft bei Dir vorbei komme! Schließlich sollst Du ja vieleicht bald mein Wohnzimmer schöner machen! Egal was die Kollegen sagen ich finde dich toll!

    Gruß Marco!

  2. Hallo,
    ich bin eigentlich eher durch Zufall auf Ihre Seite gekommen. Nachdem ich mich ein wenig durchgelesen habe, muss ich sagen Ihre Seite gefällt mir sehr. Ich werde in Zukunft öfters mal vorbei schauen!

    Viele Grüße aus Sinsheim

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