Steckbrief – Der Labrador und seine Eigenarten

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Nach mehreren Posts ohne Hunde Steckbrief, ist es allmählich wieder an der Zeit für einen Nachschlag an Hunderasseninfos. Heute möchte ich Euch einen echten Familienhund vorstellen, den Labrador. Für den vitalen Kanadier begeistern sich, nach wie vor sehr viele Menschen. Wie die Rasse des Labrador enstanden ist, welches Wesen er besitzt und wie es um seine Vitalität bestimmt ist, erfahrt Ihr beim Weiterlesen!


 

Die Geschichte des Labrador

Der Labrador hat kanadische Wurzeln. Genauer gesagt stammt die Rasse Labrador, ähnlich wie der Landseer und Neufundländer vom kanadischen Festland ab. Zu Beginn existierte noch die Bezeichnung „St. Johns“ wurde aber im Laufe des 19. Jahrhunderts zu Labrador abge- wandelt. Zur gleichen Zeit begann eigentlich auch die wirkliche Zuchtgeschichte des Hundes. Des öfteren wird der Labrador auch als Labrador-Retriever bezeichnet. Diese Namenserweiterung lässt sich auf seinen Einsatz bei der Jagd als Apportierhund zurückführen. Retriever wird vom englischen Wort „retrieve“ abgeleitet.


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Das optimale Erscheinungsbild des Labrador definiert einen mittelgroßen und kräftigen Hund. Die Tiere haben einen breiten und ausdrucksstarken Kopf. Die Apportieraufgeben des Retriever waren ähnlich, wie die des Golden Retriever. Aufgrund seiner durchschnittlichen Größe kamen ihm eher Unterstützungsaufgaben bei der Jagd zu Teil. So brachte er eher kleinere Tiere zu seinem Herrn oder half beim Einholen von Fischernetzen. Laut Überlieferungen waren es auch eben diese Fischer, die den Labrador in Großbritannien einführten.

Erst dort begann die aktive Weiterzüchtung des Tieres. Besonderer Wert wurde bei der Zucht auf die Perfektionierung der Jagdtriebs gelegt. So sollen Labradore nach Möglichkeiten ein „weiches Maul“ haben, um apportierte Beute möglichst unbeschadet abzuliefern. Da die Jagd im alten Großbritannien vornehmlich dem Adel vorbehalten war, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zucht in den Händen der Blaublüter lag. Der Earl (Herzog) Malmesbury gilt als Zuchtvater dieser Hunderasse. Die Farbe der ersten Labradore war schwarz und laut Zuchtrichtlinien handelte es sich bei dieser Farbe um den einzigen Standard. Alle anderen Fellfarben wurden als Fehlzüchtungen betrachtet.


Ben of Hyde war 1899 der erste anerkannte helle Labrador. Offiziell als Hunderasse anerkannt wurde der Labrador im Jahr 1903. Neben schwarzen und hellen Labradoren gibt es noch die schokoladenfarbigen. Dieser Farbton setzte sich als Letztes durch und erhielt erst 1964 den Einzug in den Rassestandard. Urvater dieser Farbvariante war Ch. Cookridge Tango. Seither haben sich in der Rasse des Labrador zwei Linien entwickelt. Die kräftigere Ausstellungslinie und die agilere Arbeitslinie.

 

Labrador – Wesen und Erziehung

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Der Labrador ist ein ausgesprochen gutmütiger und friedlicher Hund. Er kommt sehr gut mit Kindern und fremden Menschen aus. Er besitzt eine enorme Affinität zu Wasser und benötigt viel Bewegung. Neben der physischen Bewegung braucht er zusätzlich ein großes Maß an psychischer Auslastung. Der Labrador muss gefordert werden. Sei es beim Spielen oder beim Fähr- tenlesen. Die bei der Zucht auf jagdliche Anforderungen ausgerichtete Selektion macht ihn zu einem lernbegierigen und arbeitsfreudigen Zeitgenossen. Gerne lässt er seine Motivation durch positive Bestätigung des Rudelführers bestätigen. Gerade diese Eigenschaft sollte möglichst umfassend in die Erziehung des Labradors integriert werden. Mit positiver Bestätigung kann man bei ihm Berge versetzen. Sein ausgeprägter Charakter prädestiniert ihn als Therapie-, Blinden- und Rettungshund.

 

Labrador – Die Vitalität


Ähnlich wie beim Golden Retriever, ist die Lebenserwartung des Labradors für Hunde dieser Größenordnung, überdurchschnittlich groß. Leider zeigen sich auch im Krankheitsbild Überschneidungen mit dem Goldie. Da zeitweise ein sehr hohes Zuchtvorkommen gewünscht war, leiden viele Labradore an Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED). Ab einem Schweregrad von D darf der betroffene Hund nicht mehr zur Zucht genutzt werden. Weiter erkranken Labradore überdurchschnittlich oft an Augenkrankheiten, Epilepsie, oder unterschiedlichen Muskelkrankheiten.

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12 Gedanken zu „Steckbrief – Der Labrador und seine Eigenarten“

  1. Gefällt mir echt gut so ein labrador wenn er nur nicht so ganz groß wär ich hab Angst das wenn ich mit den Kinderwagen rausgeh er mich zu sehr beschäftigt, aber so vom Wesen und Art von den Hunden die ich bis jetzt von der Rasse kenne bin ich begeistert !

  2. Genau der Hund, den ich auch immer haben wollte. Einen Labi in schwarz oder schoko-braun. Allerdings bin ich von der Überzüchtung etwas abgeschreckt und überlege gerade mir einen anderen Hund als nächstes zu holen. Dieser muss aber ebenfalls sehr familienfreundlich sein.

    1. Hallo Miranda,

      wenn Du am liebsten einen Labrador haben möchtest, solltest Du Dir ruhig einen holen.
      Es gibt auch genügend seriöse Züchter da draußen. Man muß sich nur ausführlich informieren.
      Eine Recherche im Internet über angegebenen Züchter ist der erste Schritt. Danach vielleicht bei Tierärzten in der Umgebung oder bei anderen
      Hundebesitzern, die ein Tier aus der Zucht Ihr Eigen nenn.

      Viele Grüße

      Andree

  3. Pingback: Steckbrief – Der Labrador | GOBLOGLE Deutschland

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