Tschechoslowakische Wolfshunde und der „Fremdenhass“

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo und Rudel
Hier ist Sie nun, die echte Chloe (links im Bild!)

Hallo, da bin ich wieder. Ich möchte Euch heute erzählen, was ich von fremden Besuchern halte. Wenn ich es mir recht überlege, wäre der Artikel dann jetzt eigentlich fertig! Denn „Nichts“ ist genau das, was ich davon halte…




Mit Ausnahme eines Pipi-Verbotes oder Nahrungsentzug, ist das plötzliche Auftauchen von nervenden Menschen bei mir zu Hause, das Schrecklichste was ich mir vorstellen kann. My home is my castle, leider haben Frauchen und Herrchen das noch nicht wirklich kapiert, denn die Beiden versuchen ständig mich irgendwohin mitzuschleppen oder bringen fremde Leute her. Ich habe mal gehört, dass das gut für Tschechoslowakische Wolfshunde sein soll! Ich würde dadurch lernen, mich an wechselnde Umwelteinflüsse zu gewöhnen und meine Scheu abzubauen. Was für ein Quatsch! Wenn ich woanders bin, habe ich ja nichts gegen fremde Gestalten und über andere Hunde freue ich mich sogar so sehr, dass ich mich teilweise Einnässe. Ach, Chloe, ich vermisse Dich.

Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo
Hier bin ich entspannt

Zurück zum Thema. Wenn also hier jemand zu Besuch kommt, den ich nicht kenne könnt Ihr Euch das ungefähr so vorstellen: Ich liege seelenruhig in der Garage in meiner Transportbox und döse, plötzlich öffnet irgendein Riese die Garagentür und stiert mich an. Ich springe auf und sprinte in die hinterste Ecke des Raumes, manchmal gebe ich dann auch mein angsteinflößendes Bellen zum Besten. Was gibt es da zu lachen??? Viele Tschechoslowakische Wolfshunde können eben nicht richtig bellen. Herrchen sagte mal es klingt, als wenn jemand in einen alten Blecheimer hustet. Man ist der lustig! Nachdem ich mir das ganze Spektakel mit dem Gast aus sicherer Entfernung angeschaut habe, das kann übrigens mehrere Minuten dauern, fange ich an meine Kreise zu ziehen.




Tschechoslowakischer Wolfshund Ameo
Hier bin ich eher änglich, wahrscheinlich ist Besuch im Haus

Hierbei bin ich immer darauf bedacht genügend Sicherheitsabstand zu wahren. Einige Leute sprechen bei diesem Verhalten auch von „sharken“, da ich wie ein Hai meine Beute umkreise. Ich meine natürlich den „Besucher“ umkreise… Schlechte Wortwahl:-). Wenn mir dann nach weiteren 10 Minuten nichts passiert ist, taue ich langsam auf und beginne mich wieder zu entspannen, evtl. darf der Fremdling sich sogar glücklich schätzen, weil ich ihm die Ehre erweise und Ihn ins Rudel aufnehme. Zu Weilen darf er sich sogar über einen zarten Biss in den Allerwertesten freuen, ein absoluter Liebesbeweis. Eher kontraproduktiv für die erste Kontaktaufnahme mit einem Wolfhund sind das obligatorische Handausstrecken, gepaart mit den Worten: “Ja, wer bist Du denn, na komm mal her!“ Augenkontakt habe ich auch nicht sonderlich gern. Am Besten für mich ist es, wenn Du mich zuerst völlig links liegen lässt.

Ich übernehme die ersten Berührungsversuche gerne selbst. Dann stehen die Chancen sehr gut, einen Kniff von mir in Deinen Hintern zu erhalten…

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12 Gedanken zu „Tschechoslowakische Wolfshunde und der „Fremdenhass““

  1. Sparbuchfresser und Brillenmörder, jetzt auch noch Fiesling … meinen Hintern willst Du bestimmt nicht kniffen. Ich bin rank und schlank, da gibt es nichts zum Kniffen – nur Haut und Knochen. Die leckeren Sachen sind, wie Dir ja bekannt ist, bei Oma im Kühlschrank. Deine Klauschnauze passt wunderbar zwischen die einzelnen Fächer. Allerdings glaube ich nicht, dass Du da eine Katze finden wirst.

  2. Auf jeden Fall ein süßer Hund und ein toller Text. Bei meinem Hund ist es zwar anders, denn der will immer direkt von allen begrüßt werden. Aber so verschieden wie wir Menschen sind, sind es auch die Hunde 🙂

  3. So verschieden wie wir Menschen sind halt eben auch Hunde. Bekannte von uns haben auch einen Wolfshund. Der mochte Besuch am Anfang auch nicht. Mittlerweile hat er sich aber wohl an uns gewöhnt und empfängt uns immer mit Freude. Mag das vielleicht an den Mitbringseln liegen? Wer weiß das schon 😀

  4. Spannender Text. Wolfshunde scheinen mir eher scheu zu sein. Aber das liegt ja schon im Namen der Rasse. Wölfe sind ja auch eher scheu. Wir haben einen Labrador und da ist das ganze komplett anders. Aber das sind ja auch zwei völlig verschiedene Rassen.

  5. Ich wollte nur noch einen kleinen aber feinen Tipp geben. Oben steht „änglich“. Wie wir alle wissen, müsste das aber wohl „ängstlich“ heißen. Ansonsten ein schöner Blog, bei dem man merkt, dass der oder die Autorin gerne über das Thema schreibt.

  6. @Max

    Wir haben auch einen Labrador. Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen. Aber sind halt auch zwei verschiedene Rassen. Also Labradore und Wolfshunde. So verschieden wie wir Menschen, sind halt auch die Hunde 🙂

  7. Labradore sind halt Familienhunde. Die mögen es ja sehr, wenn sie viele Leute um sich haben. Das ist wenn ich richtig informiert bin bei Wolfshunden eher anders. Danke, für den Artikel.

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