Urteil über die Wolfstötung vom Westerwald gefallen…

Im April 2012 habe ich das erste Mal über die Wolfstötung des Westerwald-Wolfes geschrieben. Das Tier wurde dabei angeblich mit einem wildernden Hund verwechselt und durch einen 71-Jährigen Jäger erschossen. Wolf im Westerwald getötet.

Das Gericht war anderer Meinung

Laut Gericht verstieß der Jäger aus der Kölner Umgebung dabei klar gegen das Bundesjagdgesetz. Das Amtsgericht in Montabaur verurteilte den Mann zu 3500 € Geldstrafe und einem Entzug des Jagdscheins. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Jäger nicht mehr zuverlässig genug ist, um eine Waffe zu führen. Erstmalig seit der Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland wurde eine derartige Tat mit dem Entzug des Waffenscheins geahndet. Eine, wie ich finde, gute Entscheidung.

 

Gesetzliche Grundlage (Bundesjagdgesetz)

Der §1 Absatz 3 des BJagdG schreibt eine waidgerechte Ausübung der Jagd vor. Im Klartext bedeutet das, dass ein Jäger das Beutetier zweifelsfrei identifizieren muss, bevor er zum Gewehr greift. Da aus regionalen und überregionalen Medien allerdings bekannt ist, dass der Wolf in besagter Umgebung gesichtet wurde, kann von waidgerechter Jagd keine Rede sein.


Toter Wolf in Mainz ausgestellt

Ein weitere Beitrag zum genannten Thema erwähnte berreits, dass der tote Wolf im naturkundlichen Museum in Mainz ausgestellt wird. Westerwald-Wolf wird in Mainz ausgestellt.

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8 Gedanken zu „Urteil über die Wolfstötung vom Westerwald gefallen…“

  1. Finde ich gut das hier bestraft wird, kann ja nicht sein das wir als Mensch und das recht nehmen und bestimmte Tiersorten oder Menschen zb ein Leben wo untersagen oder wie in diesem Fall einfach den Wolf erschiessen. Wir zerstören noch das letzte Stück Natur wenn es so weiter geht.

  2. @Max
    Das ist aber leider gang und gebe. Heute hab ich eine Petition unterschrieben in der es darum geht, das wildlebende Tiere in einem Wald abgeschossen werden sollten, weil ein Waldbesitzer der Meinung ist, das die Tiere die Bäume schädigen. Er sieht seinen Gewinn in Gefahr. Einige Bürger wollen die Mufflons und Rehe vom Abschuss nun retten.
    So ist unsere Gesellschaft, alles was einem nicht in kram passt, muss weg. Traurig aber wahr.

  3. Das ist echt traurig und man merkt halt immer wieder die Leute die gegen sowas sind sind selbst oft Tierbesitzer ob Hund,Katze oder Vogel… denen es Sch**egal ist sind einfach keine Tiermenschen, das aber die Erde jedem gehört sehen sie nicht. Ist einfach ein Rücksichtsloses Verhalten von uns und das wird die nächsten Jahre noch viel schlimmer leider !

  4. und wieder so ein vorfall- dieses mal mit einem 80 jährigen fahrer.
    warum gibt man den schein nicht freiwillig ab wenn amn nicht mehr fit genug ist. verstehe ich einfach nicht

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