Hunderassen – Rassehunde nach FCI-Standard mit Bild

Welche Hunderassen gibt es & welche passt zu mir?

Der folgende Beitrag klärt darüber auf, wie Hunderassen definiert sind, welche Rassen es gibt, wie diese historisch gesehen entstanden sind und sich letztendlich voneinander unterscheiden lassen.

hunderassen bilder

Anhand der Hunderassen Bilder können die Tiere optisch voneinander abgegrenzt werden. Im Ratgeberteil am Ende des Artikels wird darauf eingegangen, welche Hunderassen zu den jeweiligen Hundehaltern passt.




 

Hunderassen nach Alphabet

Affenpinscher

affenpinscher kleine hunderassen

Der Affenpinscher zählt zu den kleinen deutschen Hunderassen und ist nach FCI-Standard 186 eingegliedert.

Erste Aufzeichnungen des agilen mopsartigen Hund reichen bis in das 17 Jahrhundert zurück.

Der Affenpinscher verdankt seinen Namen dem Haarkamm, der ihm Ähnlichkeiten mit Kapuzineräffchen beschert. Weitere Informationen zum AFFENPINSCHER lesen >>.

 

Afghanischer Windhund

afghanischer windhund hunderasse bild

Der afghanische Windhund ist eine nach FCI anerkannte große Hunderasse, die ihren Ursprung in Afghanistan hat, deren Zuchtstandard aber in Großbritannien festgelegt wurde.

Aufgrund des außergewöhnlichen Fellwachstums ist der Hund neben dem Windhundesport auch häufig auf speziellen Austellungen vertreten. Mehr über den AFGHANISCHEN WINDHUND >>

 

Aidi

aidi steckbrief bilder

Der Aidi ist eine Hunderasse, die nach FCI-Standard 247 anerkannt ist. Seine Herkunft hat der lebhafte Vierbeiner im marokkanischen Atlasgebirge.

Welche Eigenarten und Besonderheiten den Aidi ausmachen zeigt der vollständige Artikel mit Bildern. Der AIDI im Profil >>


 

Airedale-Terrier

airedale terrier profilbild

Was der deutsche Schäferhund in Deutschland ist, war lange Zeit der Airedale Terrier in England.

So wurde der agile und intelligente Terrier als Polizei- und Militärhund eingesetzt. In beiden Weltkriegen stand der treue Airedale den Soldaten zur Seite.

Trotz dieser Verwendung eignet sich der Hund auch ausgezeichnet als Familienmitglied. Mehr wissenswertes über die Rasse AIREDALE TERRIER lesen >>.


Akbash

 

Der Akbash ist auch unter der Bezeichnung Anatolischer Hirtenhund bekannt. Der nach FCI anerkannte Akbash bedeutet frei übersetzt Weisskopf.

Die Hunderasse benötigt bereits im Welpenalter eine souveräne Erziehung und viel Aufmerksamkeit. Ähnliche Hunderassen sind beispielsweise der Kangal oder Tantrahund. Weitere spannende Informationen über den AKBASH lesen >>


Akita Inu

akita inu profilbild steckbrief

Der Akita Inu ist ein sehr intelligenter Hund, der selbstständig entscheidet, was sinnvoll für ihn ist.

Sie sind wachsam und kinderlieb, brauchen aber reichlich Bewegung und die Nähe zum Frauchen/Herrchen.

Weltweite Bekanntheit erreichte der Akita durch die Verfilmung der rührenden Geschichte von Hachiko und seinem Besitzer. Weitere Informationen zum AKITA INU >>.

  

Alaskan Malamute

 

Der Alaskan Malamute hat nicht nur äußerlich noch viel Ähnlichkeit mit dem Wolf. Auch wenn die Tiere nicht aggressiv sind, so stellen sie den Halter vor größere Herausforderungen.

Der Alaskan Malamute benötigt eine freundliche, aber bestimmte Hand, die ihm schon im Welpenalter vermittelt, wer der Rudelführer ist.

Weitere Details über den ALASKAN MALAMUTE erfahren.

 

Alpenländische Dachsbracke

 

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein anerkannter Schweißhund, der den Jagdtrieb förmlich im Blut hat. Auch heute ist diese Hunderasse weit verbreitet bei Jägern und in der Forstwirtschaft

Ursprünglich stammt die Hunderasse, wie der Name bereits vermuten lässt aus der deutschen & österreichischen Alpenregion

Welche weiteren interessanten Details gibt es über diese Hunderasse und welche Anforderungen sollte man als Halter einer ALPENLÄNDISCHEN DACHS-BRACKE mitbringen?


American Bulldog

Der American Bulldog ist ein kräftiges Tier, dass mit seinem Aussehen polarisiert. Besonders eindrucksvoll ist der ausgeprägte Kopf des Hundes.

Ein Bully passt auf sein Rudel auf, reagiert aber sensibel auf Bestrafung oder Ungerechtigkeiten. Neben dem Kuschelbedürfnis ist auch der große Appetit eine Eigenart des AMERICAN BULLDOG >>


Appenzeller Sennenhund

appenzeller sennenhund profilbild
Profilbild Appenzeller Sennenhund - By SportKBK [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Der Appenzeller Sennenhund ist ein Wach- und Hütehund, der heute auch gern als Blindenhund ausgebildet wird.

Seinen Ursprung hat der agile Hund in der Schweiz, wo er vornehmlich bei Bauern hoch im Kurs stand.

Weitere spannende Details zum APPENZELLER SENNENHUND im Steckbrief lesen.

 

Australian Cattle Dog

australian-cattle-dog-hunderasse
Australian Cattle Dog Hunderasse - By Eva Holderegger Walser, Switzerland, http://www.cattledog.ch [CC BY-SA 2.5], from Wikimedia Commons

Der Australian Kettle Dog ist ein sehr robuster und agiler Treibhund, der noch heute zum Hüten von Schafen und anderen Herdentieren eingesetzt wird.

Die Hüteaufgaben liegen dieser Hunderasse im Blut, ebenso wie die Verteidigung von Haus und Hof.

Mehr über Charakter und Besonderheiten des Australian Cattle Dogs erfahren >>.

 

Australian Kelpie

australian kelpie profilfoto
Australian Kelpie Profilbild - By davepaku (Diesel) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Der Australian Kelpie zählt zu den Treib- und Hütehunden, die im FCI-Standard 293 Gruppe 1 gegliedert sind.

Kelpies sind agile Hunde mit ausgeprägten Bewegungsdrang. Als Familienhund müssen Australien Kelpies stets gefordert werden.

Weitere Eigenarten des Australian Kelpies.


 

Australian Shepherd

hunderasse australian shepherd profilbild

Der Australian Shepherd, auch liebevoll Aussie genannt, zeichnet sich durch seine hohe Intelligenz und Lernfähigkeit aus.

Erste Vertreter der Rasse sind vermutlich aus Kreuzungen zwischen Collies und den australischen Wildhunden "Dingos" entstanden.

Besonders beim Hüten von Schafen ist der agile Hund in seiner Welt. Mehr über den AUSTRALIAN SHEPHERD lesen >>.

  

Australian Terrier

australian terrier profilbild
Australian Terrier Profilbild - By Flickr user smallrice (Flickr here) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Der kleine Aussie, namens Australian Terrier wurde damals gezüchtet, um kleine Raubtiere auf dem Hof oder Feld zu jagen.

Weitere Eigenarten, Tipps zur Haltung und bei der Erziehung, gibt es im vollständigen Beitrag über den Australian Terrier >>







Azawakh

Barbet

 

Barsoi

 

Basenji

 

Basset Hound

 

Beagle

 

Bearded Collie

 

Beauceron

 

Bedlington-Terrier

 

Berger De Pyrenees

 

Berner Sennenhund

 

Bernhardiner

 

Bichon Frisé

bichon frise profilbilder

Der Bichon Frisé war schon im Altertum bekannt und sehr beliebt.

So fand der kleine Hund bereits Erwähnung durch den Philisophen Aristoteles und den römischen Historiker Plinius.

Der aufgeweckte Bichon Frisé galt, ähnlich dem Mops, als Begleithund der Oberschicht.

Mehr über den Rassehund Bichon Frisé lesen >>.

 

Billy

 

Bloodhound

 

Bobtail

 

Boerboel

boerboel hunderasse steckbrief foto

Der Boerboel ist eine beeindruckende Erscheinung. In seiner Heimat Afrika, wird er zum Bewachen der Farmen eingesetzt.

Er gibt Acht auf seine Familie und macht dabei auch vor Löwen oder anderen Wildtieren keine Ausnahme.

Laut FCI Standard ist die Züchtung aus Mastiff und afrikanischen Wildhunden nicht anerkannt. Weitere spannende Informationen über den Boerboel >>

Bologneser

 

Bolonka Zwetna

 

Bordeauxdogge

 

Border Collie

 

Border Terrier

 

Boston Terrier

 

Bouvier Des Flandres

 

Boxer

 

Bracco Italiano

 

Briard

 

Broholmer

 

Bulldog

 

Bullmastiff

 

Bullterrier

 

Ca De Bou

 

Cairn-Terrier

 

Cane Corso

 

Catahoula Leopard Dog

 

Cavalier King Charles Spaniel

 

Chesapeake Bay Retriever

 

Chinook

 

Chow-Chow

 

Cockerpoo

hunderasse cockerpoo profilbild

Spätestens seit dem Film Benji ist der Cockerpoo oder auch Cockapoo ein Begriff.

Der Film löste geradezu einen Run auf die niedlichen Hundehybriden aus Pudel und Cocker Spaniel aus.

Daß die Rasse bis heute nicht nach FCI-Standard anerkannt ist, ändert nicht an der Beliebtheit des freundlichen Familienhundes. Mehr INFOS zum COCKERPOO >>.

 

Curly-Coated Retriever

 

Dalmatiner

 

Deerhound

 

Deutsch Drahthaar

 

Deutsch Kurzhaar

 

Deutsch Langhaar

 

Deutsche Dogge

 

Deutscher Jagdterrier

 

Deutscher Pinscher

 

Deutscher Schäferhund

 

Deutscher Wachtelhund

 

Dingo

 

Dobermann

 

Dogo Argentino

 

Dunker

 

English Setter

 

English Springer Spaniel

 

English Toy Terrier

 

Entlebucher Sennenhund

 

Epagneul Breton

 

Eurasier

 

Fila Brasileiro

 

Finnischer Lapphund

 

Flat Coated Retriever

 

Französische Bulldogge

hunderasse französische bulldogge profilbild

Der kleine kräftige Hund mit der markanten Schnauze hat seinen Ursprung nicht in Frankreich, auch wenn der Name das suggerieren mag.

Erst Einwanderer brauchten die kleinen Muskelpakete mit aus Übersee, wo sie in den Anfängen für Hundekämpfe eingesetzt wurden. Die FRANZÖSISCHE BULLDOGGE im Rasseprofil >>.

 

Golden Doodle

 

Golden Retriever

 

Gordon Setter

 

Greyhound

 

Groenendael

 

Grönlandhund

 

Grosser Münsterländer

 

Grosser Schweizer Sennenhund

 

Harrier

 

Havaneser

 

Hovawart

 

Irischer Soft Coated Wheaten Terrier

 

Irish Red Setter

 

Irish Terrier

 

Irish Wolfhound

 

Islandhund

 

Italienisches Windspiel

 

Jack Russell

 

Jämthund

 

Japan Chin

 

Japan Spitz

Kai

 

Kangal

 

Karelischer Bärenhund

 

Kaukasischer Schäferhund

 

Kerry Blue Terrier

 

King Charles Spaniel

 

Kleiner Münsterländer

 

Komondor

 

Kromfohrländer

 

Kurzhaarcollie

 

Kurzhaardackel

 

Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund

 

Kuvasz

 

Kyi Leo

 

Labradoodle

hunderasse labradoodle profilbild

Der Labradoodle vereint das freundliche und aufgeschlossene Wesen des Labradors mit den allergiefreundlichen Eigenschaften des Königspudels.

Dennoch handelt es sich auch bei diesem Hund um keine Rasse nach FCI-Standard. Mehr über den LABRADOODLE erfahren >>.

   

Labrador

hunderasse labrador profilbild

Der Labrador ist als Rassehund schon sehr lange bekannt. Bereits vor mehreren hundert Jahren wurde die Tiere zur Jagd und als Apportierhund eingesetzt.

Die Hunde aus Neufundland sind ausgezeichnete Schwimmer und gliedern sich in den FCI-Standard 8, Sektion 1, Standard 122. Mehr Infos über den LABRADOR lesen >>.

 

Lagotto Romagnolo

 

Lakeland Terrier

 

Landseer

 

Langhaarcollie

 

Langhaardackel

 

Leonberger

 

Lhasa Apso

 

Löwchen

 

Malinois

 

Malteser

 

Maltipoo

maltipoo steckbrief bilder

Der Maltipoo ist eine Mischung aus Malteser und Pudel. Er zählt zu den kleinen Hunderassen und ist nach FCI nicht anerkannt.

Der freundliche und intelligente Hund eignet sich sehr gut als Familienhund.

Auch für Allergiker stellt der Maltipoo einen idealen Begleiter dar, da sowohl Malteser als auch der Pudel kaum Haare verliehren. Weitere Informationen über den Maltipoo >>

 

Manchester-Terrier

 

Mastiff

 

Mastin Espanol

 

Mastino Napoletano

 

Mexikanischer Nackthund

 

Miniatur Bullterrier

 

Mittelspitz

 

Mops

mops rassesteckbrief profilbild

Der Mops war bereits im chinesischen Kaiserreich bekannt und galt dort als Hunde der Reichen und Adligen.

Der doggenähnliche Hund hatte allerdings zur damaligen Zeit nicht viel Ähnlichkeit mit dem heutigen Mops.

Welche Eigenarten und Charakterzüge machen den Mops heute aus und wie steht es mit der häufig thematisierten Anfälligkeiten für Krankheiten durch Zuchtfehler. Alles über den MOPS erfahren >>.

 

Mudi

 

Neufundländer

 

Norfolk-Terrier

 

Norwegischer Elchhund

 

Norwich Terrier

 

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

 

Olde English Bulldogge

Papillon

 

Parson-Russell-Terrier

 

Patterdale-Terrier

 

Pekingese

 

Perro De Agua Espanol

 

Pharaonenhund

 

Pointer

 

Pudel

 

Pudelpointer

 

Puli

 

Pumi

 

Pyrenäenberghund

 

Rhodesian Ridgeback

 

Riesenschnauzer

 

Rottweiler

 

Saarlooswolfhund

 

Saluki

 

Samojede

 

Schapendoes

 

Schipperke

 

Schnauzer

 

Scottish Terrier

 

Shar Pei

 

Sheltie

 

Shiba

 

Shih Tzu

 

Shikoku

 

Siberian Husky

 

Skye Terrier

 

Spinone Italiano

 

Staffordshire Bullterrier

 

Steirische Rauhhaarbracke

 

Tervueren

 

Thai Ridgeback

 

Tibet-Spaniel

 

Tibet-Terrier

 

Tosa

 

Toy-Pudel

 

Tschechoslowakischer Wolfhund

 

Wäller

 

Weimaraner

 

Weißer Schweizer Schäferhund

 

Welsh Corgi Cardigan

 

Welsh Corgi Pembroke

 

Welsh Springer Spaniel

 

Welsh Terrier

 

West Highland White Terrier

 

Whippet

 

Wolfsspitz

 

Yorkshire Terrier

Zwergpinscher

 

Zwergpudel

 

Zwergschnauzer

 

Zwergspitz

 

 

Das Video „Die 10 beliebtesten Hunderassen“ stammt vom [tierpflanzeninfo – Aus Liebe zur Natur] Youtube-Channel . [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=vj83MEPRwmQ].

 

Was sind Hunderassen? Eine Definition

Der Begriff „Hunderasse“ definiert eine eindeutige Unterscheidung der Rasse der Haushunde (= Canis lupus familiaris). Die FCI (Fédération Cynologique Internationale),als größter internationaler Dachverband in der Lehre von Hunderassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde, nahm von Raymond Triquet die folgende Definition für Hunderassen an:

„Die Rasse ist eine Gruppe von Individuen, die gemeinsame Merkmale aufweisen, die sie von anderen Vertretern ihrer Spezies unterscheiden, und die durch Vererbung übertragbar sind. Die Spezies entsteht auf natürlichem Wege, wohingegen die Rasse das Ergebnis von Züchtungen im Rahmen der Kynologie darstellt.“

Eine Hunderasse gilt erst dann als Rasse, wenn sie als solche erklärt wurde. Einfach gesagt, muss sich aus der Verpaarung von zwei Hunden wiederum auch die gleiche Rasse ergeben. Dies muss dann ein Zuchtverband oder der Züchter selbst zunächst anerkennen.

Aber auch Einzelpersonen oder Züchter nehmen bereits Beschreibungen von Rassehunden vor, wobei es hierfür keine wissenschaftliche und übereinstimmende Belegung gibt. Die einzelnen Organisationen legen die Richtlinien individuell nach ihren Merkmalen in Bezug auf die Hunderassen fest.

hunderassen collage

Dabei ist es üblich, dass die Hunderassen nach ihrer Schulterhöhe (also Körpergröße), Beinlänge, Felldichte und Fellfarbe, sowie nach der Ausrichtung ihrer Ohren und der Schnauzenform bewertet werden.

 

Wie sind Hunderassen entstanden?

Es gibt derzeit über 350 verschiedene Rassen. Inzwischen sind sie aber auf allen Kontinenten vertreten. Ursprünglich gab es in Australien, Neuseeland, Neuguinea, Madagaskar und der Antarktis keine Hunde, aber auch dort sind Hunderassen dank des Menschen inzwischen fest integriert.

Vorfahre aller Hundearten ist der Wolf. Seine Abstammung verdankt der Hund vermutlich dem grauen Wolf. Die erste Beziehung zwischen Mensch und Tier fand in etwa vor 15.000 Jahren statt, jedoch ist es bis heute nicht nachgewiesen, ob der Mensch oder der Wolf zuerst da war.

Fest steht jedoch, dass beide in gewisser Weise einen Nutzen aus der damaligen kulturgeschichtlichen Entwicklung zogen – als sie nämlich begannen zu jagen, hatte der Wolf die Aufgabe die Herde zusammenzuhalten und Feinde abzuhalten und wurde so gleichzeitig vom Menschen mit Nahrung versorgt.

Entgegen aller bekannten Vorurteile und Vorkommnisse, sind Wölfe tatsächlich äußerst soziale Tiere und sie leben, ähnlich wie der Mensch, der in der Gruppe lebt, auch im Rudel. Selbst Welpen wuchsen damals schon in einer Gemeinschaft auf – der Mensch wurde so mit der Zeit auch als Rudelführer anerkannt.

wolf beim fressen

Mit dem Heranwachsen der Tiere fügten sich diese immer mehr in das Leben der damaligen Menschen ein und passten sich gleichzeitig dem Alltagsgeschehen an – obgleich das damalige Verhältnis bei den Jägern und Sammlern mehr das Ziel einer Symbiose hatte und noch niemand gezielt an das Züchten von Hunderassen dachte.

Erst mit voranschreitender Zivilisierung und Domestizierung der wilden Tiere begannen schließlich die Zähmung und nachgelagert die Züchtung verschiedener Hunderassen. Auch wenn dies nicht immer zum Vorteil der Tiere war, denn oft hatte es gesundheitliche Auswirkungen, wenn völlig überzüchtete Hunderassen, die einfach nur einem Modetrend und keinem Nutztier mehr entsprachen, entstanden.

Zunächst legte der Mensch mehr Wert auf kleine Hunderassen, aber im Verlauf zielte die Züchtung mehr in Richtung mittelgroße und große Hunderassen ab. So ist also die ursprüngliche Geschichte des Hundes untrennbar mit der des Menschen verbunden.

Denn mit zunehmender Sesshaftigkeit näherten sich auch Mensch und Wolf immer mehr an, woraus sich die ersten Hunde im heutigen Sinne und die daraus entstandene Zucht schließlich erst so richtig im 19. Jahrhundert entwickelten. Später wurde sogar damit begonnen, den Wolf wieder dominanter mit Haushunden zu verpaaren. Wolfhunde wie der Tschechoslowakische- oder Saarloos Wolfhund sind das Resultat dieser Zuchtversuche, die in der Regel nur 7-8 Generationen vom reinen Wolf entfernt sind. Daneben gibt es auch noch Hybriden, die in diversen Ländern verboten sind. Als Hybriden bezeichnet man die Nachkommen von direkten Verpaarungen zwischen Wolf und Hund.




Klassifizierung der Hunderassen

Bei der Klassifizierung der Hunderassen ist die historische Systematik von der modernen Systematik zu unterscheiden. Bereits die alten Römer teilten die Hunde nach deren Verwendungszwecke ein. So wurden folgende Gruppen unterschieden:

  • Wachhunde (villatici)
  • Hirtenhunde (pastorales)
  • Jagdhunde (venatici)

Im Jahr 1755 teilte der französische Naturforscher Georges-Louis Leclerc de Buffon die Hunderassen nach Form und Haltung der Hundeohren ein, während sich Jean Pierre Mégnin auf die Merkmale in der Schädelform der Hunderassen berief und vier verschiedene Gruppen unterschied.

alle hunderassen

In der modernen Systematik werden die Hunderassen von der FCI schließlich in zehn Hauptgruppen klassifiziert:

 

1. Hüte- und Treibhunde

Die Hauptaufgabe dieser Rasse besteht, wie der Name schon verrät, im Hüten und Treiben von Nutzieren. So werden Treibhunde für das Treiben von Nutztieren unter lautem Gebell sowie für das Begleiten eine Herde, eingesetzt.

Die Bewachung selbst, beispielsweise von Schafen, übernimmt hingegen der Hütehund. Charakteristisch für Hüte- und Treibhunde sind ihre flinke und rasche Arbeitsweise sowie ihre wachsame Intelligenz. Bekannte Beispiele für Hüte- und Treibhunde sind die Hunderassen Australien Sheperd, Deutscher Schäferhund, Berner Sennenhund, Border Collie und viele weitere.

 

2. Pinscher, Schnauzer, Molosser

Sehr unterschiedlich in ihrer Körpergröße, Charakteristik und Äußerlichkeit sind die Hunderassen dieser Gruppe. Typischerweise sind Pinscher glatthaarige Hunde, wie zum Beispiel der Dobermann oder der Zwergpinscher.

Der Schnauzer, eine der kleinen bis mittelgroßen Hunderassen, ist hingegen rauhaarig und sticht besonders mit seinem signifikantem Schnauzbart hervor – unterschieden wird hier in den Zwerg-, Mittel-, oder Riesenschnauzer. Die Molosser stehen für muskulöse und große Hunderassen, wie z.B. der Französischen Bulldogge, die vor allem durch ihren massigen Körperbau auffällt.

 

3. Terrier

Die Terrier (lat. terra= Erde) stehen meist für kleinere bis mittelgroße Hunderassen, wie den Jack Russel Terrier, Yorkshire Terrier, Foxterrier und viele weitere. Grundsätzlich aber werden sie unterschieden in: „Hochläufige Terrier“, „Niederläufige Terrier“, „Bullartige Terrier“ und „Zwerg-Terrier“.

hunderasse fci hauptgruppe terrier pitbull

Erfolgreich eingesetzt wurden sie früher schon bei der Ratten- oder Mäusebekämpfung, auch wenn sie eigentlich als Jagdgebrauchshunde bei der Jagd eingesetzt werden, um beispielsweise einen Fuchs aus seinem Bau zu jagen.

 

4. Dachshunde

Der Dachshund, auch Teckel oder Dackel, kommt ebenfalls bei der Jagd ausgesprochen oft zum Einsatz, um Tiere aus ihrem Bau zu treiben. Aber auch für Arbeit zum Stöbern und für die so genannte „Schweißsuche“ werden diese Hunderassen gerne verwendet und genießen in diesem Bereich eine große Wertschätzung.

Charakteristisch für die Dachshunde ist ihr langer, schlanker Körperbau bei einer verhältnismäßig kleinen Körpergröße. Was das eigene Heim betrifft, so ist er als ein sehr aufmerksamer Wächter bekannt.




5. Spitze und Hunde vom Urtyp

Die Gruppe dieser Tiere ist nur bedingt als Familienhund geeignet (Zwergspitz, Großspitz, Siberian Husky, Basenji sowie weitere). Unterschieden wird hier zwischen europäischen und asiatischen Hunderassen.

Der Begriff „Urtyp“ definiert die Urrassen des Haushundes. Zu dieser Gruppe gehören auch die nordischen Wach- und Hütehunde sowie Schlitten- und Jagdhunde. Die Spitze und Hunde vom Urtyp unterscheiden sich stark im Charakter und Verhalten. Gekennzeichnet sind sie meist durch ihre Willensstärke und gleichzeitige Anhänglichkeit. Gehorsam kann man von ihnen nicht immer erwarten.

 

6. Lauf- und Schweißhunde

Zu den beliebtesten Lauf- und Schweißhunden zählen unter anderem der Bayerische Gebirgsschweißhund, der Rhodesian Ridgeback, der Beagle sowie der Dalmatiner. Diese Hunderassen zeichnen sich durch ihren besonders ausgeprägten Spürsinn und Geruchssinn aus und sind äußerst sozialverträgliche Begleiter.

Laufhunde sind in der Lage, Wild über lange Strecken zu verfolgen, wohingegen die Schweißhunde („schweißen“ steht in der Jägersprache für bluten) die Aufgabe haben, verletztes Wild aufzuspüren.

 

7. Vorstehhunde

Der Weimaraner, der große Münsterländer oder der Magyar Vizsla zählen zu den Vorstehhunden und sind die am häufigsten geführten und vielseitigsten Jagdhunde. Sie repräsentieren den so genannten „Vollgebrauchshund“, der außer für die Baujagd auch noch für alle anderen Zwecke im Wald eingesetzt werden kann.

Typisch ist das „Vorstehen“ des Hundes, in dem er ein Bein anhebt, sobald er ein Tier gewittert hat. Durch dieses Verharren, wird dem Jäger angezeigt, wo sich ein Wildtier befindet.

 

8. Apportier-, Stöber- und Wasserhunde

Die meisten Hunderassen dieser Gruppe eignen sich ausgezeichnet als Familienhund (Labrador Retriever, Golden Retriever). Üblicherweise haben sie einen sehr ausgeprägten Geruchs-, und Bewegungssinn.

Der Begriff „apportieren“ steht für etwas suchen und wieder zurückbringen, was auch die Apportierhunde auszeichnet. Der Stöberhund ist eigenständig auf der Suche nach Wild unterwegs und treibt es dem Jäger zu, wohingegen die Wasserhunde Unterstützung in Wasserwildrevieren bieten.

 

9. Gesellschafts- und Begleithunde

Der Bewegungsdrang dieser Gruppe von Hunden hält sich in Grenzen, zudem sind sie im Allgemeinen sehr anhänglich und genügsam. Die Aufgabe dieser Hunderassen ist es, in erster Linie einen guten Begleiter und Gesellschafter zu repräsentieren.

Mops, Pudel, Bologneser, Boston Terrier, Chihuahua und andere gehören in diese Gruppe, es handelt sich folglich verstärkt um kleine Hunderassen. Es sind sehr sozialverträgliche, liebenswerte und selbstbewusste Charaktere. Aber auch größere Hunderassen sind unter den Gesellschafts- und Begleithunden zu finden, so zum Beispiel der Großpudel.

 

10. Windhunde

Windhunde zählen in aller Regel zu den sehr großen Hunderassen. So erreicht der Irische Wolfshund eine Schulterhöhe bis zu 1 Meter. Nach den Geparden zählen die liebenswerten Windhunde (vor allem der Greyhound) zu den schnellsten aller Landtiere.

Der englische Ausdruck „Sighthounds“ definiert die Geschwindigkeit der Windhunde, um die jagende Beute einzuholen. Im Allgemeinen sind sie sehr sanftmütig, pflegeleicht und kinderlieb. Zu den Windhunden gehören beispielsweise der Azawakh, Barsoi, Chart Polski, Deerhound, Whippet, Magyar Agar, Whippet sowie weitere.




Die Zucht von unterschiedlichen Hunderassen

Grundsätzlich unterliegt die Zucht von Hunderassen zum Teil sehr strengen Auflagen. Insbesondere der Ausschluss von Erbkrankeiten einzelner Hunderassen ist hierbei essenziell wichtig.

Des Weiteren sollen die gezüchteten Hunde dem optischen Bild ihrer der jeweiligen Hunderassen entsprechen. Während den gesundheitlichen Zustand ein Veterinärmediziner überprüfen muss, so wird das Aussehen auf einer Zuchtschau durch die Benotung des Zuchtrichters definiert.

 

Welcher Rassehund passt gut zu mir?

Die Antwort darauf ist oft schwierig, daher ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld bestmöglich über die unterschiedlichen Hunderassen zu informieren. Eine erste Orientierung findet man in diversen Internetverzeichnissen, welche teilweise schon mehr als 300 Hunderassen umfassen.

Das Video „Der perfekte Hund / Welche Hunderasse passt zu mir?“ stammt vom [Mia and Me DogTV] Youtube-Channel . [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=1f2KHTI3G5Y].

 

Aber auch ausführliche Gespräche mit Züchtern, Tierheimen oder den Tierhaltern selbst erleichtern oft schon die anfänglichen Schritte. Die Frage, welche Hunderassen zum jeweiligen Halter passen, spielt also bei der riesigen Auswahl eine zentrale Rolle: von klein, über mittel bis groß, vom Kurz-, bis zum Langhaar-Hund ist alles dabei und auch wenn das Aussehen zunächst nebensächlich sein sollte, entscheidet sich dennoch niemand für einen Hund, der ihm nicht gefällt.

Die meisten Hundeliebhaber wünschen sich einen Welpen, jedoch sollte auch hier der deutlich höhere Aufwand berücksichtigt werden und die Frage bedacht werden, ob man dem gerecht werden kann. Zumal die ersten Wochen sehr zeitintensiv sein werden, wenn man alleine das Stubenrein werden bedenkt.

Weiterhin muss genügend Zeit für eine ausreichende Sozialisierung eingeplant werden, dies ist durch den Besuch einer Welpenschule möglich. Für Singles und/oder Workaholics eignet sich meist ein bereits ausgewachsener Hund aus dem Tierheim besser.

Man sollte daran denken, dass Hunde „Rudeltiere“ sind und am liebsten überall mit hingenommen werden möchten. Auch wenn Hunde langsam an das alleine sein herangeführt werden und später in der Regel dann auch sehr gut damit klar kommen, so sollten sie doch nicht zu häufig alleine gelassen werden.




Unterschiedlicher Aufwand und Pflege

Was den Aufwand der Pflege betrifft, so muss auch berücksichtigt werden, dass zusätzlich im Frühjahr und Herbst der Fellwechsel ansteht. Einige Rassehunde müssen beispielsweise regelmäßig getrimmt werden und Langhaarhunde müssen so auch öfter gebürstet werden, um stärkeren Verfilzungen oder Fellverlust vorzubeugen.

Neigen der Hundehalter oder dessen Familienmitglieder zu einer Hundehaarallergie, so muss ein Hund nicht gleich zwangsläufig abgeschrieben werden, denn es gibt einige Hunderassen, die aufgrund ihres geringen Haarverlustes selbst für Allergiker geeignet sein können.

Weiterhin spielt auch das Geschlecht eine große Rolle, denn prinzipiell wird den Weibchen nachgesagt, dass sie im Allgemeinen etwas leichtführiger sind als Rüden, die gerne auch mal zum Streunen neigen. Bei Hündinnen muss dann wiederum an die auftretende Läufigkeit (zweimal jährlich) gedacht werden.

Ein Blick auf den grundsätzlichen Charakter der einzelnen Rasse sollte nicht fehlen, denn jeder Hund ist individuell und anders – sie alle haben durchweg unterschiedliche Eigenschaften und Bedürfnisse.

Verschiedene Dispositionen der Hunderassen verlangen teils auch unterschiedliche Haltungsbedingungen. Ebenso sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man eher einen Hütehund, einen Wachhund oder beispielsweise den Gesellschaftshund an seiner Seite haben möchte.

Ist die Wahl auf einen passenden Hund gefallen, sollte man als nächstes die derzeitige Wohnsituation bedenken. Lebt man in der Stadt oder eher ländlich? Denn liegt die Wohnung des Halters in der Stadt, so wird der nächste Park möglicherweise nicht gleich immer um die Ecke liegen. Falls man in einem Haus voller Treppen lebt, so sollte auch hier daran gedacht werden, dass größere Hunderassen tendenziell schneller Probleme im Bewegungsapparat erleiden.

Ist ein Garten vorhanden, so können eigentlich alle Hunderassen in Betracht gezogen werden. Wer in einem Mietshaus lebt und Wert legt auf gute Nachbarschaft, der sollte seine Aufmerksamkeit eher in Richtung „ruhige“ Hunderassen lenken – vorausgesetzt natürlich der Vermieter erlaubt grundsätzlich die Haltung.

rassehunde bilder
 

Größer oder kleiner, sportlich oder gemütlich?

Generell sind größere Hunderassen auch teurer als kleinere, alleine wenn man die deutlich größeren Futtermengen bedenkt. Aber auch an Zubehör muss gedacht werden. Das beginnt beim Hundebett und endet bei Hundesteuer und Hundeversicherung. Was die Anschaffung betrifft: Hunde, die gerade in Mode sind oder aber seltene Hunderassen sind in der Regel teurer als gängige.

Man sollte sich auch die Frage stellen, ob man eher der sportliche oder gemütliche Typ ist. Für Familien oder eher aktive Menschen eignen sich so beispielsweise Hunderassen, wie der Golden Retriever oder Labrador, wohingegen eine Französische Bulldogge oder zum Beispiel auch der Chihuahua eher trägere Vertreter ihrer Zunft sind.

Nicht zuletzt muss man die Erziehung bendenken, damit das Zusammenleben möglichst unkompliziert verläuft und Tierhalter und Vierbeiner viel und lange Freude aneinander haben. Ein Rhodesian Ridgeback beispielsweise wird in aller Regel eine aufwändigere Erziehung notwendig haben, ebenso der intelligente Border Collie.

Alle Hunderassen benötigen also viel Zeit, Liebe und eine konsequente Erziehung. Darum prüfe, wer sich ewig bindet, denn sie alle sind fühlende Lebewesen. Herrchen (oder Frauchen) und Vierbeiner werden bestimmt ein perfektes Team, sofern alle Punkte umfangreich studiert und berücksichtigt werden. Denn eines steht fest: alle Hunderassen haben einen eigenen Charakter und je besser man diesen kennt, desto artgerechter kann man sie auch halten.




Hunde und Wölfe – Rassesteckbriefe, Erziehung, Ernährung & vieles mehr…

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