Appenzeller Sennenhund im Steckbrief: Charakter, Erziehung und Herkunft

Der Appenzeller Sennenhund Hundesteckbrief

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Profilbild Appenzeller Sennenhund – By SportKBK [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons
  • Herkunftsland: Schweiz
  • Eingruppierung: Mittelgroße Hunderasse
  • Größe: 52-56cm (männlich) 50-54cm (weiblich) Widerristhöhe
  • Gewicht: 28-35 kg (männlich) 20-25 kg (weiblich)
  • Lebenserwartung: 12-13 Jahre
  • FCI: Standard 46, Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde), Sektion 3
  • Verwendung: Hütehund (früher), Begleit- und Schutzhund (heute)
  • Erscheinungsbild: schwarzes Fell mit braunen und weißen Abzeichen

 

Rassengeschichte des Appenzeller Sennenhundes

Der Appenzeller Sennenhund wurde erstmals im Jahr 1853 als Name verwendet und als sehr vielseitiger Gebrauchshund bezeichnet, der im Schweizer Alpenraum sowohl als Wachhund als auch als Hütehund verwendet wurde.




Mit dem Namen Sennenhund wurden damals die Schweizer Bauernhunde bezeichnet. Der größte Förderer der Rasse, Max Sieber, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Rassemerkmale auf.

Auf diesen Kennzeichen basierend wurden die Appenzeller Sennenhunde seit 1889 bewertet. Der erste Rassestandard wurde 1914 festgelegt nachdem seit 1889 Reinzucht betrieben wurde.

Auch heute noch werden die Appenzeller Sennenhunde nach Einsetzbarkeit und Brauchbarkeit gezüchtet und nicht nach rein ästhetischen Merkmalen. Insbesondere die Schweizer Bauern verlassen sich immer noch auf den Sennenhund.

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By Pleple2000 [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5 ], from Wikimedia Commons

Das Appenzeller Sennenhund Erscheinungsbild

Der Appenzeller Sennenhund gehört zu den Schweizer Sennenhunden. Abgesehen davon gibt es auch noch folgende Hunderassen: Großer Schweizer Sennenhund, Berner Sennenhund und Entlebucher Sennenhund.

Der Appenzeller Sennenhund ist der drittkleinste dieser Hunderassen. Er besitzt ein sogenanntes stockhaariges, schwarzes oder havannabraunes Fell welches mit braunen und weißen Abzeichen in symmetrischer Form versehen ist.




Die Farbfolge soll dabei immer Weiß, Braunrot und Schwarz sein. Außerdem besitzen alle Appenzeller Sennenhunde eine weiße Blesse, die ohne Unterbrechung vom Oberkopf bis zur Schnauze verläuft.

Auch der Bereich vom Kinn über die Brust bis hin zur Rutenspitze ist weiß. Rüden können zwischen 52 und 56 cm und Hündinnen zwischen 50 und 54 cm groß werden. Die Toleranz der Größe beträgt 2 cm.

Bei dem Gewicht gibt es keine genauen Bestimmungen, jedoch haben die Appenzeller Sennenhunde ein Gewicht von ca. 20 – 35 kg. Die Rute dieses Sennenhundes ist geringelt und wird deshalb auch häufig „Posthorn“ genannt.

Appenzeller Sennenhunde sind mittelgroße Hunde mit einem sehr quadratischen Körperbau. Häufig wirken diese Sennenhunde sehr muskulös, sind dabei aber doch sehr beweglich und flink.

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Steckbrief Appenzeller Sennenhund – By SportKBK [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Wesen und Charakter

Wenn man den Appenzeller Sennenhund mit wenigen Worten beschreiben müsste, dann würden es wohl die folgenden sein: Temperamentvoll, bewegungs- und lernfreudig, mutig, robust und ausdauernd.

Der Appenzeller Sennenhund ist ein sehr aktiver Hund und braucht deshalb auch viel Beschäftigung. Generell ist er freundlich gegenüber Menschen und anderen Hunden. Da er oft als Wachhund eingesetzt wird, ist er relativ bellfreudig, aber kein typischer „Kläffer“.




Für seine Größe hat der Appenzeller Sennenhund ein eher helles Stimmorgan. Außerdem ist er sehr lernfreudig und intelligent, deshalb kann er schnell gehorsam sein, wenn man ihn entsprechend erzieht. Die Erziehung ist dabei relativ einfach, vor allem wegen seines Einfühlungsvermögens gegenüber Mimik und Gestik seiner Besitzer.

Generell ist der Appenzeller Sennenhund ein eher unkomplizierter Zeitgenosse. Dabei ist er außerdem noch sehr robust und mit einer schnellen Auffassungsgabe sowie Unerschrockenheit ausgestattet. Fremden Personen gegenüber kann der Appenzeller Sennenhund jedoch auch etwas misstrauisch sein und seinen Beschützerinstinkt zeigen.

 

Die Verwendung des Appenzeller Sennenhundes

Der Appenzeller Sennenhund wird vor allem gerne zum Hüten, insbesondere von Rindern oder Schafen, verwendet. Außerdem ist er ein ausgezeichneter Wachhund aufgrund seiner Intelligenz, Wachsamkeit und Bellfreudigkeit.

Da der Appenzeller Sennenhund weiters auch wetterfest und robust ist, kann man ihn auch gut zum Lawinen-, Sanitäts- oder Schutzhund ausbilden. Heutzutage, und vor allem in den letzten Jahren, werden diese Sennenhunde auch mit Erfolg zu Blindenführhunden ausgebildet.

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Anforderungen an ein adäquates Zuhause

Obwohl er ein sehr fordernder Hund sein kann, der viel Beschäftigung braucht, und oftmals als Wach- oder Hütehund eingesetzt wird, ist der Appenzeller Sennenhund auch ein sehr geeigneter Familienhund, der schnell eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen eingeht.

Durch seinen ausgeprägten Bewegungsdrang ist er außerdem für sehr aktive Menschen sehr gut geeignet. Insbesondere in ländlicheren Gegenden, wo Platz ist für lange Spaziergänge und Wanderungen (Dogtrekking), fühlt sich der Appenzeller Sennenhund sehr wohl.

Auch geistigen und körperlichen Anforderungen durch verschiedene Hundesportarten stellt er sich gerne. Für kleine Wohnungen oder für Stubenhocker ist er deshalb nicht wirklich geeignet, da er sich dann schnell langweilt.

Durch seine Intelligenz und Bewegungsfreude ist der Appenzeller Sennenhund trotz seines freundlichen Wesens jedoch auch eher kein Anfängerhund.




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