Der Beagle im Hundesteckbrief: Erscheinungsbild und Besonderheiten

Der Beagle im Hundesteckbrief:

Beagle Steckbrief

  • Eingruppierung: kleine Hunderassen
  • Herkunftsland: England
  • Größe: 33 bis 40 cm
  • Gewicht: 10 bis 18 kg
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
  • Fell: braun-weiß, schwarz-weiß-braun oder rot-weiß Fell mit einer kurzen Haarlänge
  • FCI-Standard: Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen)

 

Die Herkunft und die Rassengeschichte des Beagles

Der Hund hat eine sehr lange Geschichte, die bis zum fünften Jahrhundert vor Christus zurückgeht. Im 15. Jahrhundert wurden die beiden Hunderassen Southern Hound und Talbot miteinander verpaart. So entstand dann schließlich die Hunderasse Beagle. Im Jahre 1475 wurde erstmals der Name Beagle spezifisch verwendet und im Jahre 1890 wurde die Rasse vom britischen Kennel Club anerkannt. Während der Regierungszeit von Königin Elisabeth I. wurden Beagles in der Tasche einer Jagdjacke getragen.


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Die meisten Menschen setzten diese Hunderasse für die Jagd ein. Die Jagdeigenschaften hat der Beagle den Hunderassen Southern Hound und Talbot zu verdanken. Der Southern Hound zeichnete sich durch seine Superspürnase, seiner Ausdauer und Jagdpassion aus. Der Talbot brachte dagegen die Eigenschaften Kraft und Schnelligkeit mit. Die Eigenschaften beider Hunderassen hat der Beagle im Laufe der Zeit erlernt. In den 1960er Jahren wurde die Rasse zur beliebtesten in Großbritannien. Die Herkunft des Namens ist noch nicht geklärt aber es gibt verschiedene Ansatzpunkte.

Zum einen könnte sich das Wort „Beagle“ vom französischen Begriff „begueule“ ableiten, was soviel wie Maul oder Großmaul bedeutet. Weiterhin könnte man den Begriff mit dem alten deutschen Wort „begele“ in Verbindung bringen, was schelten oder schimpfen bedeutet. Als letztes kann man den Begriff auch mit dem französischen Wort „beugler“ assoziieren, welches übersetzt brüllen bedeutet. Die am Schluss genannte Assoziation passt am besten zum Beagle, da die Hunde für das ständige und laute Bellen bekannt sind.




Das Aussehen und Erscheinungsbild der Beagles

Der Körperbau des Beagles ist robust und kompakt. Er hat zudem ein glattes Fell und kommt häufig zweifarbig vor. Die häufigsten farblichen Erscheinungsbilder des Hundes sind oben beschrieben. Der Hund hat lange Ohren, die am Ende abgerundet sind. Seinen sanften Gesichtsausdruck verdankt er seinen großen braunen Augen. Der Hund ist eher klein und sieht vom Erscheinungsbild harmlos und süß aus.

Beaglehündin mit Welpe

Die Wesensmerkmale, Charaktereigenschaften und Besonderheiten des Beagle

Der Beagle verfügt über eine gute Muskulatur und hat starke Knochen. Der Körperbau des Hundes hat eine quadratische Form. Dieser Hund hat kurze Beine, welche sehr kräftig sind. Weiterhin hat der Beagle runde und geschlossene Pfoten und gut entwickelte Gelenke, die ihm Vorteile beim Jagen verschaffen.

Außerdem hat der Hund besondere Instinkte, die für das Jagen wichtig sind. Wenn der Beagle nämlich eine Spur aufnimmt, dann ist er bis zum Ende höchst konzentriert, diese Spur beizubehalten und an das Ziel zu gelangen. So kann der Hund auch mal beim Gassi gehen aus dem Blickfeld des Hundebesitzers gelangen.

Daneben hat der Beagle das Merkmal der Verfressenheit. Das bedeutet, dass er alles frisst, was er findet. Besonders ist auch, dass der Hund das Essen in einer Rekordzeit essen kann. Jedoch sorgt eine gute Erziehung dafür, dass der Beagle seine Essgewohnheiten ändert. Der Beagle zeichnet sich durch verschiedenste Charaktereigenschaften aus.

Er ist ein sehr konzentrierter und wachsamer Hund. Wenn der Beagle nämlich bemerkt, dass eine Gefahr entstehen kann oder etwas Auffälliges passiert, meldet er es direkt seiner Umgebung. Weiterhin ist der Beagle sehr temperamentvoll und freundlich gegenüber Menschen. Das bemerkt man in den jungen Jahren des Hundes. Als Welpen möchten sie sehr viel spielen und geschmust werden.

Beagle im Feld vor Sonnenuntergang

Die Verwendung und Einsatzgebiete der Hunde

Idealtypisch wird diese Hunderasse für das Jagen eingesetzt. Wie bereits erwähnt erfüllt er viele Jagdeigenschaften. So garantiert er gute Jagdergebnisse. Da der Beagle von Natur aus ein Jagdhund ist, ist eine artgerechte Haltung wichtig. Er braucht nämlich sehr viel Platz und Auslauf.

Ein normales Gassi gehen am Tag würde da nicht ausreichen. Der Hund wäre eher für Personen geeignet, welche auf dem Land leben und ein großes Grundstück haben. Zudem braucht der Hund auch Gesellschaft. Es sollte sichergestellt werden, dass sich mindestens eine Person im Haushalt mit dem Hund beschäftigt.

Außer der Jagd eignet er sich natürlich auch als Familienhund. Vor allem Kinder haben Freude am Spielen. Der Hund hat ja eine lange Ausdauer und ist immer für das Spielen bereit. Die Kinder beschäftigen sich zum einen mit dem Hund und zum anderen haben sie durch den Beagle einen neuen treuen Freund. Da der Hund nicht besonders angriffslustig und aggressiv ist, eignet er sich nicht als Wachhund.

kleine Beaglewelpe

Für welche Besitzer ist der Beagle geeignet?

Wie bereits erwähnt benötigt der Hund sehr viel Zeit und Auslauf. Am besten eignet sich der Hund für ältere Menschen, da diese auch Zeit haben und meistens auf dem Land wohnen. Demnach werden die ganzen Voraussetzungen gewährleistet, die der Hund für ein gesundes Leben braucht. Am besten wäre es noch, wenn die älteren Menschen Enkelkinder haben. Diese können nämlich ausreichend mit den Hunden spielen und ihre Bedürfnisse noch mehr befriedigen.

 

Empfehlenswerte Erstausstattungen für den Beagle

Eine Leine fürs Gassi gehen und ein Körbchen für einen bequemen Schlafplatz sollte man sich als Besitzer definitiv zulegen. Eine Transportbox für das Auto* wäre auch noch nennenswert. Außerdem sollte man genügend Spielzeug für die spielbegeisterten Hunde gewährleisten. Beim Spielen brauchen sie nämlich viel Abwechslung.

Aufgrund der unkomplizierten Pflege der Hunde werden keine teuren Pflegeprodukte benötigt. Das glatte und kurze Fell der Hunde ist nämlich sehr pflegeleicht. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass das Fell öfters gebürstet wird. Das verhindert den ständigen Haarverlust der Tiere. Weiterhin sollten besonders die Ohren der Hunde gereinigt werden und die Zähne beim Tierarzt untersucht und gereinigt werden.