Billy Hunderassensteckbrief: Zuchtgeschichte, Charakter und Haltung

Der Billy im Hunderassensteckbrief:

Billy Hunderasse Steckbrief

  • Der Billy ist eine große Hunderasse
  • Herkunftsland: Frankreich
  • Widerristhöhe: Hündinnen 58 bis 62 cm, Rüden 60 bis 70 cm
  • Gewicht: 25 bis 30 kg
  • Lebenserwartung: 11, in seltenen Fällen bis zu 13 Jahre
  • Erscheinungsbild/Fellfarbe/Felllänge: Groß, kräftig, dennoch graziel – kurzes, glattes Haarkleid in reinweiß oder milchkaffeeweiß – abgesetztes Unterhaarkleid in gelb oder orange – schwarzer Nasenschwamm und schwarz umrandete Augen
  • FCI-Standard-Nummer: 25
  • Gruppe 6 – Lauf- und Schweißhunde und Sektion 1 – Laufhunde
  • Außerdem gehört der Billy der Untersektion 1.1 „Große Laufhunde an“

 

Herkunft und Rassengeschichte

Die Ursprünge der Rasse gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Ihr Name bezeichnet den Ort Billy im französischen Poitou, in dem Hublot de Rivault zu dieser Zeit, durch die Verpaarung der Rassen Mintaimboeuf, Céris und Larrye, die ersten Vertreter ihrer Art hervorbrachte. Einige behaupten, auch der Poitevins hätte seinen Anteil zur Entstehung des Billys beigetragen, was jedoch nicht sicher bestätigt ist.




Der allererste Billy kam im Jahr 1877 zur Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Hunderasse vom Aussterben bedroht. De Rivaults Sohn ließ die Rasse aus den letzten beiden Exemplaren wieder aufwachsen. Allein seine Hündin Blondinette beachte 78 Welpen zur Welt.

 

Erscheinung – Aussehen des Billy

Der Billy ist ein großer Laufhund. Er hat ein sehr stabiles und kräftiges Aussehen und ist dennoch schlank gebaut, wodurch er recht schlank wirkt. Sein kurzes und glattes Haarkleid tritt in reinweiß bis milchkaffeeweiß auf und fühlt sich oft hart und grob an. Die Grundfarbe des Fells ist gelb bis hellorange und teils mit Flecken durchsetzt. Typisch für den Billy sind sein schwarzer Nasenschwamm sowie die schwarz umrandeten Augen. Mit seiner Größe von bis zu 70 Zentimetern zählt er zu den großen Hunden, tritt aber meist dennoch recht grazil auf.

Billy Hunderasse auf Feld

Wesensmerkmale – Eigenarten – Besonderheiten der Rasse

Obwohl der Billy gerne jagt und spielt, ist er gleichzeitig eher ruhig und besonnen. Er ist auch sehr kinderlieb, weshalb er gut zu jungen und aktiven Familien passt. Außerdem ist der Billy intelligent und clever, wodurch es mit ihm nie langweilig wird. Hunde dieser Rasse lieben zusätzlich seinesgleichen, weshalb er gern zu mehreren gehalten wird. Dabei ist es meist kein Problem, ihn im Zwinger zu halten, da er außerhalb seiner aktiven Zeiten gerne döst und schläft. Allerdings bleibt er nicht gerne alleine im Zwinger, weshalb diese Alternative besser für Hundehalter geeignet ist, die mindestens zwei Billys halten. Obwohl der Billy Sonne liebt, ist auf einen schattigen Rückzugsort zu achten.

 

Billy – Einsatzgebiete und Verwendung

Der Billy ist ein Jagd- und Laufhund mit einer ausgesprochen guten Nase. Deshalb eignet er sich für die Jagd auf Großwild. Aufgrund seiner Einsatzfreude und Intelligenz eignet er sich auch als Arbeitshund.

 

Geeignet für welche Besitzer

Der Billy ist ein Lauf- und Meutehund, der den Umgang mit seinesgleichen liebt und jede Menge Bewegung. Er ist daher besonders für sportliche Mehrhundhaushalte geeignet. Im Haushalt lebende Kinder stellen für ihn kein Problem da, da er über ein kinderliebes und allgemein sehr freundliches Wesen verfügt. Achten Sie aber bitte darauf, dass Ihr Hund stets ausreichend Bewegung hat.

Lange Routen mit dem Fahrrad sind eine gute Alternative für Hunde, die nicht zur aktiven Jagd eingesetzt werden. Können Sie Ihrem Laufhund kein ausreichendes Maß an Bewegung bieten, sollten Sie sich lieber nach einem anderen Hund umsehen. Ein Laufhund, der seinem Bewegungsdrang nicht ausreichend nachgehen kann, ist nicht nur unglücklich, sondern nimmt auch oft ungeliebte Wesensmerkmale an wie etwa Aggressivität. Mit dieser sind schließlich Sie und Ihr neuer Mitbewohner nicht glücklich.

 

Empfehlenswerte Erstausstatung für den Billy

Der Billy ist ein großer und kräftiger Hund. Junge Hunde sind dazu im Allgemeinen oft sehr ungestüm. Um den Billy sicher im Griff zu haben, brauchen Sie also zunächst eine stabile, reißfeste Leine. Als Nächstes brauchen Sie natürlich die notwendigen Utensilien, um Ihren Billy zu ernähren. Diese bestehen in ihren Grundlagen aus einem guten Hundefutter* sowie einem Futter- und einem Wassernapf*.

Denken Sie auch an Hundespielzeug, damit Ihr neuer Freund keine Langeweile hat und an ein gemütliches Hundekörbchen, in dem er sich nach dem Spiel ausruhen kann. Denken Sie daran, dass Sie Ihren Billy auch erziehen möchten. Die beste Methode, die zu tun, ist die Belohnung. Kaufen Sie also auch leckere Hundeleckerchen, die Sie Ihrem Hund dann geben können, wenn er etwas besonders gut macht. Außerdem sind im Handel verschiedene Utensilien verfügbar, die vorbeugend gegen Zahn- und Maulfleischerkrankungen wirken.

zwei Hunde Billys auf dem Rasen

Wie müssen Sie den Billy pflegen

Der Billy gehört nicht zuletzt aufgrund seines kurzen und glatten Fells zu den eher pflegeleichten Hunden. Eine gewisse Grundpflege benötigt er dennoch. So müssen Sie sein Fell regelmäßig bürsten und im Sommer nach Zecken durchsuchen. Zudem müssen die Zähne regelmäßig gepflegt und gegebenenfalls behandelt werden. Dasselbe gilt für die Ohren des Hundes. Läuft Ihr neuer Freund vorwiegend auf weichen Untergründen wie Wiese oder Wald, kann es zudem vorkommen, dass seine Krallen sich nicht ausreichend abnutzen. Hier müssen Sie dann mit einer Krallenzange nachhelfen.

 

Für welche Krankheiten ist der Billy anfällig?

Wie oben beschrieben, stammen alle Billys vom selben Vorfahrenpaar ab. Dies geht mit einer gewissen Anfälligkeit für Erbkrankheiten einher. Die am häufigsten auftretenden Probleme sind die Hüftgelenksdysplasie, die Pankreasinsuffizenz, die degenerative Myleopathie sowie allgemeine Lahmheit.

Diesen Krankheiten vorbeugen oder entgegenwirken können Sie am ehesten, indem Sie Ihren Hund von einem seriösen Züchter beziehen. Eine Liste über alle gemeldeten und geprüften Züchter für diese Rasse können Sie über den Verein für Französische Laufhunde e.V. beziehen. Lassen Sie Ihren Hund zudem regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen, damit dieser eventuell auftretende Probleme bereits im Anfangsstadium erkennen und ihnen gezielt entgegenwirken kann.

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Letzte Aktualisierung am 25.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API