Deutscher Schäferhund Steckbrief: Wesen & Anforderungen an den Halter

Der Steckbrief Deutscher Schäferhund

Deutscher Schäferhund Profilbild
Deutscher Schäferhund Profilbild – Pepo13 [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
  • Eingruppierung: mittelgroße Hunderassen
  • Herkunftsland: Deutschland
  • Größe: Rüde – 60-65cm Widerristhöhe, Hündin – 55- 60 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: Rüde: 30- 40kg, Hündin: 22-32Kg
  • Lebenserwartung: ca. 9 – 13 Jahre
  • Fell: dichtes Stockhaar mit Unterwolle
  • Farbe: einfarbig schwarz oder grau oder mit gelben oder braunen Abzeichen
  • FCI-Standard: Nr. 160
  • FCI-Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde
  • FCI-Sektion 1: Schäferhunde mit Arbeitsprüfung

 

Deutscher Schäferhund – Herkunft und Rassengeschichte

Bei den Deutschen Schäferhunden kann die Herkunft bis in die Antike zurückverfolgt werden. Als Begründer dieser Rasse galt Max von Stephanitz. Dieser vertrat die Meinung, dass die Geschichte dieser Hunde sogar in der Bronzezeit gelegen hat. Zudem gab es eine Theorie, dass die Schäferhunde aus einer Kreuzung mit dem Wolf entstanden sein sollen. Dies wurde aber widerlegt.

 

Dieses Video stammt vom VDH1906 Youtube-Channel . [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=LlrrghwbEw8].

 

Den Deutschen Schäferhund gibt es in Deutschland schon viele Jahrhunderte. Dabei ist eine Unabhängigkeit von der Ursprungsquelle nachgewiesen worden. Der Einsatz als Hütehunde war für die Vorfahren der Deutschen Schäferhunde nicht ungewöhnlich. Der Schäferhund, wie wir ihn heute kennen, entstand aus einer heterogenen Mischung aus den früheren Hundetypen. Erst nachdem sich der Verein für Deutsche Schäferhunde dafür eingesetzt hatte, konnte sie als eigenständige Rasse anerkannt werden. Dieser Verein mit der Leitung des Rittmeisters Max von Stephanitz wurde im Jahr 1899 gegründet.




Die Erscheinung und das Aussehen des deutschen Schäferhundes

Der Deutsche Schäferhund hat einen kräftigen Körper mit starken Muskeln. Von der Größe her kann diese Rasse bei den mittelgroßen Tiere eingeordnet werden. Der Schäferhund weist eher einen langen als einen hohen Körper auf, der durch eine gewisse Geschmeidigkeit gekennzeichnet ist. Wichtig ist hierbei, dass das Tier dabei nicht schwerfällig sein darf. Der höchste Punkt des Rückens wird als Widerrist bezeichnet. Hierbei kann die Schulterhöhe bei einem Rüden von circa 60 – 65 Zentimeter gehen. Die Hündinnen sind gewöhnlich kleiner, also circa von 55 bis 60 Zentimeter.

Deutscher Schäferhund im Platz
Deutscher Schäferhund im Platz – Jakub Hałun [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Bei dem Körperbau soll kein Fett oder loses Bindegewebe vorhanden sein. Dies wird auch als trockener Körperbau bezeichnet. Wichtig ist dabei, dass auch abzeichnende Muskeln existieren müssen. Die Kennzeichnung des Brustkorbes ist tief und so, dass eine gute Wölbung dabei ist. Die Gliedmaßen müssen solch einen Winkel aufweisen, dass der Hund einen großen Schritt vornehmen kann.

Weiterhin hat der Deutsche Schäferhund einen keilförmigen Kopf mit einer Größe, welche in einem guten Verhältnis zum Rest des Körpers steht. Bei der Stirn gibt es kaum eine Wölbung. Auch der Nasenrücken weist eine gerade Form auf. Nur Tiere mit Schwarzen Nasen sind als Deutsche Schäferhunde zugelassen. Ein weiteres Merkmal dieser Rasse sind straffe, trockene Lippen, welche dunkel gefärbt sind und gut schließen können.

Das Gebiss des Deutschen Schäferhundes ist ein Scherengebiss mit 42 Zähnen bei einem ausgewachsenen Hund. Ein Welpe besitzt nur 28 Zähne. Die Größe der Ohren hat ein passendes Verhältnis zum Kopf und sind als Stehohren gekennzeichnet. Schrägliegende Augen, welche dunkel sein müssen, sind ebenfalls ein wichtiges Kennzeichen für das Aussehen eines Deutschen Schäferhundes. Die Rute oder auch der Schwanz ist sichelförmig. Die Trageweise bei dieser Rasse ist meist herabhängend. Rundliche und kurze Pfoten mit kurzen und kräftigen Krallen runden das optische Profil eines Deutschen Schäferhundes ab. Hierbei haben die Krallen und die Ballen eine schwarze Farbe.

 

Das Wesen, Eigenarten und Besonderheiten der Rasse

Seine weltweite Berühmtheit erlangte der Deutsche Schäferhund, weil er Tugenden wie Treue, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Mut besitzt. Daneben hat er ein sehr arbeitswilliges und intelligentes Wesen. Dadurch ist er für die Übernahme vielfältiger Aufgaben geeignet. So genannte Schutz- und Beutetriebe sind in Abhängigkeit von der Linie ebenfalls vorhanden. Beide Triebe sollten nicht unterschätzt werden, wenn eine Leistungszucht geplant ist. Dies gilt ebenso für die niedrige Reizschwelle, die auch vorhanden ist.

Weitere Wesensmerkmale dieses Tieres sind, dass er loyal, beschützend, aufmerksam ist und für seine Familie lebt. Wenn ein Fremder auftaucht, ist sein Verhalten gewöhnlich neutral mit einer gewissen Wachsamkeit. Bei Menschen, die ihm bekannt sind, zeigt er eine sehr anhängliche und liebevolle Seite. Ein Deutscher Schäferhund sollte jedoch genug ausgelastet sein.

Ist das nicht der Fall, sucht sich das Tier selbst eine Aufgabe, ob das dem Herrchen gefällt oder nicht. Zum Beispiel wildert er dann oder zeigt eine übertriebene Wachsamkeit. Das selbstsichere und nervenfeste Wesen, die große Härte und der hohe Trieb, welches der Deutsche Schäferhund ebenfalls mitbringt, bietet die Möglichkeit, dass er oft als Diensthund eingesetzt werden kann.




Deutscher Schäferhund – Einsatzgebiete und Verwendung

Ursprünglich wurde der Deutsche Schäferhund als Herdengebrauchshund eingesetzt. Das bedeutete, dass er zusammen mit dem Schäfer eine Schafherde bewachte und auch hütete. Heutzutage ist dieser Einsatz eines Deutschen Schäferhundes nur noch selten. Überwiegend findet diese Rasse nun Verwendung als Diensthund beim Militär, Zoll oder der Polizei. Auch als Lawinenhund wird der Deutsche Schäferhund besonders in den bayrischen Alpen eingesetzt.

Dabei hat er andere Rassen, wie den Bernhardiner schon seit längerer Zeit verdrängt, da er mit einer gewissen Leichtigkeit die Schneemassen durchstöbert. Auch ein Einsatz als Blindenführhund ist für diese Rasse in der heutigen Zeit nicht ungewöhnlich. Für den privaten Bereich ist der Schäferhund für jede Hundesportart geeignet. Hierbei gibt es keine besondere Begrenzung auf den jeweiligen Schutzhundesport.

Der Schäferhund kann hervorragende Riechleistungen aufweisen. Aus diesem Grund ist der Einsatz als Fährtenhund oder bei Mantrailing ebenfalls von Erfolg gekrönt. Dies ist aber noch lange nicht alles. Neben diesen vielen Einsatzgebieten ist der Deutsche Schäferhund auch ideal als Familienhund geeignet. Dabei ist es aber wichtig, dass dem Hund eine angemessene Aufgabe zugewiesen wird oder er sich sportlich betätigen kann, damit er auch genug Auslastung bekommt.

Deutscher Schäferhund Welpe
Deutscher Schäferhund Welpe – Marilyn Peddle [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Ein deutscher Schäferhund eignet sich für folgende Besitzer

Aufgrund der großen Power die der Deutsche Schäferhund besitzt, sollten die Besitzer sehr aktiv sein. Hierbei ist es auch wichtig, dass diese genug Zeit und Lust haben dem Tier ausreichend sportliche Betätigung bieten zu können. Weiterhin müssen die Besitzer bei dem Deutschen Schäferhund schon im Welpenalter klare Regeln setzen. Eine konsequente Erziehung ist nämlich ebenso wichtig, wie die regelmäßige Bewegung. Auch auf Ausnahmen muss im Training unbedingt verzichtet werden.

Diese Rasse ist so intelligent, dass sie in einem anderen Fall die Schwachstellen der Besitzer negativ ausnutzen würde. Sofern eine gute und konsequente Ausbildung vorhanden ist, ist der Deutsche Schäferhund daher ideal als Familienhund geeignet, da er eine sehr starke Verbindung zu seiner Familie aufbaut und die Nähe zum Menschen sucht. Aufgrund seines Hüte- und Schutztriebes ist er für Familien mit kleinen Kindern jedoch nur bedingt als Anfängerhund geeignet, da er die Kinder der Familie bewachen würde.

Er ist hervorragend als Begleithund für Jogger und Reiter auf Mittelstrecken zu verwenden. Bei regelmäßig hohen Distanzen von 10-30km ist jedoch Vorsicht geboten. Nur fitte Hunde sind dafür geeignet, da sie keine Hochleistungssportler sind. Sofern er genug gefordert wird, kommt diese Rasse auch mit einer Wohnung zurecht. Hierbei ist aber auch wichtig, dass ihm anderweitig genug Auslauf geboten wird. Aufgrund seiner Aktivität ist es aber sinnvoll gerade als Wohnungshund eine Hundeversicherung abzuschließen. Nur so können diverse Schäden, welche durch das Tier entstehen könnten, ordnungsgemäß abgesichert werden.

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Letzte Aktualisierung am 17.08.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API