Pointer Steckbrief: Aussehen und Besonderheiten der Hunderasse

Pointer – umgängliche Jagdhunde für Profis.

Pointer Hunderasse Profilbild
Pointer im Profil – Pajusalo Tiina [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
  • Eingruppierung: große Hunderassen
  • Herkunft: England, wahrscheinlich spanische Wurzeln
  • Größe: Rüden: Widerristhöhe bis 69 cm; Hündinnen max. 66 cm
  • Gewicht: 25 – 30 kg
  • Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
  • Erscheinungsbild: kräftig, sehnig, kurzes Fell, diverse Fellfarben möglich
  • FCI-Standard: 7, Vorstehhunde

 

Der Pointer – Herkunft und Rassengeschichte

Erstmals in der Antike beschrieben, kam die Rasse wahrscheinlich im 18. Jh. aus Spanien und Frankreich nach England. Es ist anzunehmen, dass er unter anderem mit Greyhounds gekreuzt wurde, um ihn körperlich weiter zu entwickeln. Insbesondere die Schnelligkeit der Pointer ist hierauf mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückzuführen.

Er ist in England seit Jahrhunderten als Jagdhund und Begleiter im Einsatz. Seit über 180 Jahren wird er dort auf dieselbe Art und Weise gezüchtet. In Deutschland gibt es spezialisierte Züchter für Pointer. Die Anzahl der Welpen ist hierbei jedoch gering. Pointer weisen heute noch viele Merkmale der historischen Vorgänger auf. Es gibt jedoch mehrere Rassen, die auf den Pointer zurückgehen und heute für die Jagd etc. im Einsatz sind.

 

Dieses Video stammt vom VDH1906 Youtube-Channel . [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=IC_u9E2qka4].

 

Erscheinung und Aussehen

Pointer besitzen ein kurzes, dichtes und glänzendes Fell, das normalerweise weiß-schwarz, weiß-zitronengelb, weiß-braun, weiß-leberbraun oder dreifarbig ausfällt. Die Tiere sind kräftig, sehnig und elegant. Ihre Vorliebe für die Jagd ist auf den ersten Blick erkennbar. Die Fänge dieser Hunde sind ausgeprägt und kraftvoll. Ihre Lefzen sind ausgeprägt und charakteristisch.

Der Kopf weist eine markante Form auf, da sich hinter der Schnauze ein auffälliger Stop befindet. Pointer zählen zu den größeren Hunden. Sie besitzen eine erhabene Ausstrahlung, die viel über ihren Charakter verrät. Insgesamt können Pointer als schöne, elegante Tiere beschrieben werden, die im Vergleich zu anderen Hunden jedoch äußerlich keine maßgeblichen Auffälligkeiten besitzen.

 

Wesen – Eigenarten – Besonderheiten

Pointer mit Welpen
Pointer mit Welpen – Pointteri [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Bei Pointern handelt es sich um überdurchschnittlich intelligente und lernfähige Hunde. Sie haben viel Energie und müssen entsprechend belastet werden. Bei konsequenter Führung und Auslastung sind sie angenehme Tiere, die im Umgang selten Probleme bereiten. Ihr Temperament ist jedoch niemals zu unterschätzen und die übersprudelnde Energie kann jederzeit zum Vorschein kommen und muss vom Halter beherrscht werden können. Das bekannteste Merkmal der Tiere, aus dem sich der Name ableitet, ist bei der Jagd zu beobachten. Sobald der Pointer ein Tier entdeckt, bleibt er starr stehen, hebt die Schnauze und zeigt mit seinem Körper in die entsprechende Richtung.

Nicht selten wird eine der beiden vorderen Pfoten in die Richtung des entdeckten Wildes ausgestreckt. Dieses Merkmal wurde den Tieren über die Jahre angeeignet, da sie früher nach kurzem Verharren nach vorne in Richtung der Beute sprangen. Sie besitzen eine hochsensible Nase, die Tiere schon aus großer Entfernung riechen kann. Die Pointer bewegen sich elegant und anmutig durch Wälder und Felder, was zu ihrem Bekanntheitsgrad beiträgt.

Die Pflege ist unproblematisch. Tierarztbesuche sind obligatorisch, das Fell sollte man regelmäßig bürsten. Bezüglich des Futters sind Pointer unkompliziert, wobei der Halter auf eine artgerechte Versorgung zu achten hat. Zudem sind Pointer gesundheitlich solide. Das Akrale Mutilationssyndrom ist eine gelegentlich auftretende Nervenkrankheit, die dazu führt, dass die Hunde ihre eigenen Pfoten verletzen.




Einsatzgebiete und Verwendung des Pointers

Traditionell sind Pointer die perfekten Jagdhunde. Dies wird in ihrem Verhalten immer wieder sichbar. Somit sind sie insbesondere für diesen Zweck geeignet, wo sie ihr Potential entfalten können. Darüber hinaus können sie als Begleiter bzw. Haushunde gehalten werden. Sogar als Familienhund kommt ein Pointer infrage. Hierbei muss jedoch besonders auf artgerechte Haltung mit viel Belastung geachtet werden. Dies kann beispielsweise geschehen, indem er bei sportlichen Aktivitäten wie Radfahren, Joggen etc. mitgeführt wird. Ist dies gewährleistet, kommen die Tiere mit Erwachsenen und Kindern gut aus und sind nicht zuletzt deshalb beliebt.

Es ist jedoch zu bedenken, dass Pointer nur durch die Jagd voll ausgelastet und zufrieden gestellt werden können. Wer sie für andere Zwecke kaufen möchte, sollte diese Entscheidung mehrmals gründlich überdenken und die Situation ehrlich und realistisch beurteilen. Dies ist man den Tieren als Halter schuldig. Schließlich gibt es für jeden Bedarf den passenden Hund.

Pointer Hunderasse auf Blumenwiese
Pointer auf Wiese – Philbous [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Für wen kommen Pointer infrage?

Aufgrund der Geschichte und entsprechender Natur der Pointer sind sie ideal für Jäger. Die Hunde sind bei der Jagd in ihrem Element und kaum zu übertreffen. Des Weiteren kommen Hundebesitzer infage, die über Erfahrung verfügen und die Tiere konsequent führen können. Dies ist der Umgang, mit dem Pointer am besten zu halten sind. Sie brauchen eine starke Führung und halten sich an die gesetzen Regeln, behalten jedoch ihre Integrität und agieren nicht unterwürfig.

Wer sich einen Hund dieser Rasse zulegen möchte, muss zudem genügend Zeit für ausgiebige Belastung bereithalten. Mindestens 2 Stunden täglich müssen Besitzer zwangsläufig einplanen. Hierbei darf man die Hundeleine nicht vergessen. Wer in der Stadt lebt, sollte auf den Kauf verzichten. Die Tiere können nicht in kleinen Zwingern gehalten werden und fühlen sich bei mangelnder Bewegung unwohl. Dies kann zu Problemen führen, beispielsweise bezüglich des Verhaltens, jedoch auch hinsichtlich der Gesundheit der Tiere. Es ist außerdem zu beachten, dass die artgerechte Haltung über mindestens 10 Jahre gewährleistet ist.

Pointer sollten darüber hinaus nur bei seriösen Züchtern gekauft werden. Sofern ein erwachsenes Tier gekauft wird, sollte man dem Züchter intensiv Fragen zu diesem stellen. Stellt der Verkäufer selbst Fragen, ist dies immer ein gutes Zeichen. Finanziell sollten Halter ebenfalls ein angemessenes Polster bereithalten. Tierarztbesuche, Hundesteuer etc. summieren sich schnell zu höheren Rechnungen. Dieser Verantwotung gegenüber dem eigenen Pointer muss man sich im Klaren sein.

Allgemein ist eine Versicherung hinsichtlich der Hundehaftpflicht ratsam, da die Tiere mit ihrem Temperament dazu neigen, turbulente Situationen zu verursachen. Sind die Kriterien erfüllt, kann sich der Besitzer auf ein langes und erfüllendes Zusammenleben mit seinem Pointer freuen.

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Letzte Aktualisierung am 18.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API