Der Sheltie im Hundeprofil: Eigenarten und Besonderheites des Shelties

Der auch unter dem Namen Shetland Sheepdog bekannte Sheltie im Steckbrief:

Sheltie Hundesteckbrief

  • Eingruppierung: kleine Hunderasse
  • Herkunftsland: Großbritannien
  • Größe: ideale Widerristhöhe bei Rüden 37 cm und bei Hündinnen 35,5 cm (Abweichungen von mehr als 2,5 cm sind unerwünscht)
  • Gewicht: 6 bis 9 kg
  • Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
  • Fellfarbe: Zobelfarben, Tricolour, Blue-merle, schwarz-weiß, schwarz mit Loh
  • Felllänge: Langhaar
  • Erscheinungsbild: üppige Mähne und Halskrause; langes und hartes Fell; weiche Unterwolle
  • Verwendung: Gesellschafts- und Begleithund
  • FCI-Standard: Standard Nummer 88
  • FCI-Gruppe: 1 = Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • FCI-Sektion: 1 = Schäferhunde
  • Arbeitsprüfung: keine

Dieses Video stammt vom Hunde-fan.de Youtube-Channel . [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=RzZn2BKWP9Y].


Die Rassengeschichte der Shelties

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts tauchte der Sheltie erstmals in Großbritannien auf. 1909 wurde der erste Zuchtklub der „Shetland Collie Club“ gegründet. Viele der Colliezüchter waren gegen den „Collie en miniature“ und so dauerte es eine Weile, bis die Rasse 1904 durch den Kennel Club (Dachverband der britischen Hundezüchtervereine) anerkannt wurde. Der Sheltie ist zwar eine beliebte Rasse, aber trotzdem kann er mit dem bekannteren Collie bezüglich der Anzahl der Tiere nicht mithalten.

Die Rasse erblickte im Nordosten von Schottland, genauer gesagt auf den Shetlandinseln das Licht der Welt. Hier wurde der einheimische Border-Collie mit Grönlandhunden gekreuzt. Letztere waren durch Walfänger nach Schottland gekommen. Es wird vermutet, dass neben diesen beiden Rassen noch andere eingekreuzt wurden. Insofern werden dann oft die King Charles Spaniels oder die nordischen Spitze erwähnt. Aber leider lässt sich heute nicht mehr genau sagen, ob dies stimmt oder nicht.

Drei Shelties im Wald

Die Erscheinung und das Aussehen des Sheltie

Der Standard für die Größe der Hunde liegt bei 37 cm für Rüden und 35,5 cm für Hündinnen. Sofern die Abweichung nicht mehr als 2,5 cm beträgt, sind die Zuchtmerkmale noch erfüllt. Aber es kommt bei der Rasse häufiger vor, dass die Standardgröße nicht eingehalten wird. Das Aussehen des Shelties ist dem des Collies sehr ähnlich. Nicht umsonst wird er von manchen auch liebevoll als Mini-Collie bezeichnet. Er hat gute Proportionen und ist weder plump noch grob. Dadurch wirkt sein Gang graziös und geschmeidig. Shelties haben eine schöne Mähne und eine Halskrause.

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Ihr üppiges Fell ist langhaarig. Die einzelnen Haare sind glatt und dünn und neigen daher selten zu Verfilzungen oder starken Verschmutzungen. Shelties haben sehr unterschiedliche Fellfarben. Sie können folgende Farben haben: Zobel-weiß, dunkel zobel-weiß, blue merle ohne tan/bi-blue, blue merle (silbriges Grau mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung, weiß, tan), Tricolour (dreifarbig: schwarz, weiß, braun), schwarz-weiß oder schwarz mit Loh.

Der Kopf der Shelties ist edel geformt. Von der Seite betrachtet, wirkt er wie ein Keil, der an den Ohren am dicksten und an der Schnauze an dünnsten ist. Er hat einen kräftigen Kiefer und ein Scherengebiss. Die Augen sind mittelgroß und haben schwarze Lidränder. Seine Ohren liegen relativ eng beieinander und werden normalerweise zurückgelegt. Sind die Hunde jedoch aufmerksam, bringen sie die Ohren nach vorn. Sein Körperbau ist gerade. Die gut gewölbten Rippen laufen nach unten schmal zusammen. Auf diese Weise haben die Vorderbeine und die Schultern ausreichend Bewegungsfreiheit.

 

Der Sheltie und seine Wesensart sowie Besonderheiten

Im Rassestandard nach FCI wird das Wesen der Hunde mit folgenden Eigenschaften beschrieben: lebhaft und zugleich sanft, intelligent, wachsam, liebevoll, kräftig, gegenüber Fremden eher reserviert, selten nervös und gegenüber seinem Menschen verständig. Ähnlich wie bei Collies leiden Junghunde der Shelties öfter unter der Krankheit Dermatomyositis (Haut-Muskel-Krankeit, die genetisch bedingt ist). Allerdings verläuft die Krankheit bei den Shelties in der Regel milder als bei den Collies.

Es kommt nicht selten vor, dass die Hunde der Rasse unter einer Allergie gegen verschiedene Medikamenten leiden. Dies wird als MDR1-Defekt bezeichnet. Zu den weiteren rassetypischen Krankheiten gehört die Collie Eye Anomaly, die zu einer verminderten Sehfähigkeit führt und genetisch bedingt ist. Es wurden aber auch schon Herzkrankheiten oder Epilepsie beobachtet. Bei merlefarbenen Hunden, die sich untereinander paaren, kommt es häufiger zu Taubheit oder Blindheit.

 

Einsatzgebiete und Verwendung der Sheltie

Sheltie auf Feld mit Krokussen

Shelties werden als Begleit- oder Hütehunde verwendet. Mit einer speziellen Ausbildung können sie auch als Therapie- oder Rettungshund eingesetzt werden. Auch für verschiedene Hundesportarten wie Obedience, Flyball, Agility, Discdogging und Dogdancing ist die Rasse geeignet. Shelties wollen beschäftigt werden und das sowohl auf der körperlichen wie auf der geistigen Ebene. Das ist bei ihnen nicht sonderlich schwierig, da sie sehr lernwillig sind. Allerdings sollten sie nicht allzu streng erzogen werden, da sie sonst schnell die Lust auf das Lernen verlieren.

Sie gelten zwar als Hütehunde und wurden früher auch vielfach als solche eingesetzt. Aber durch die weiteren Züchtungen haben sie diese Eigenschaft nahezu verloren. Als Wachhund sind sie aber dennoch gut geeignet, da sie Fremden gegenüber eher zurückhaltend reagieren. Auch den Jagdtrieb haben die meisten Shelties im Laufe der Zeit verloren. An einem leinenloser Spaziergang im Wald werden daher Hund und Herrchen Spaß haben.

 

Die Anforderungen an den Halter dieser Rasse

Shelties sind durchaus als Familienhunde geeignet. Allerdings sollten die Kinder schon etwas größer sein, sodass sie Verständnis für den Hund aufbringen und es respektieren, wenn er sich zurückziehen möchte. Sind Kinder zu laut und wild, kann es zu Problemen mit einem Sheltie kommen. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen, die Hunde mit anderen Tieren oder Hunden zu halten. Es kann aber sein, dass die zurückhaltenden Hunde sich erst langsam an andere tierische Mitbewohner gewöhnen.

Die Rasse gilt als relativ pflegeleicht und unkompliziert, so lange sie ausreichend Bewegung und Aktivität bekommen. Mit einem Sheltie sollte man also einen täglichen ausgedehnten Spaziergang sowie regelmäßigen Hundesport einplanen. Diese Rasse ist daher für Menschen geeignet, die auch ohne Hund viel an der frischen Luft sind und sich gern bewegen. Selbstverständlich sollten die Besitzer auch genügend Zeit haben, um sich mit dem Tier zu beschäftigen.

Auch wenn das Fell der Rasse nicht so schmutzanfällig ist, gehört es zur Pflege, die Hunde zweimal in der Woche auszubürsten. Wer viele Polstermöbel oder Stoffe zu Hause hat, sollte sich im Klaren darüber sein, dass diese Rasse in der Zeit des Fellwechsels sehr stark haart. Die Hunde fühlen sich mit Sicherheit in einer ländlichen Umgebung oder auf einem großen Grundstück am wohlsten. Werden ihnen aber ausreichend Auslauf oder sportliche Aktivitäten geboten, können sie auch in einer Wohnung gehalten werden.

Wie bei anderen Hunderassen auch, müssen die Besitzer auch wissen, dass ein Hund auch finanzielle Ausgaben bedeutet. Das beginnt beim Kauf eines Welpen, geht weiter über ständige Ausgaben wie Futter oder Tierarztbesuche, und auch Kosten für eine hundegerechte Umgebung oder die Mitgliedschaft in einem Hundesportverein gehören dazu.

Sheltie Welpen auf Kissen

Welche Erstausstattung ist für den Sheltie empfehlenswert

Damit sich ein Shetland Sheepdog im neuen Heim wohlfühlt, braucht er selbstverständlich einen Futter- und Wassernapf. Ganz wichtig ist auch ein Körbchen oder eine Hundedecke, damit der Hund eine Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit hat. Wie bereits beschrieben brauchen die Hunde viel Bewegung, daher sind auch ein Halsband und eine Hundeleine erforderlich. Da Hundekot auf dem Gehweg oder der Wiese eine unschöne Sache ist, werden auch Hundekottüten benötigt.

Die Hunde freuen sich auch, wenn sie in ihrem zu Hause etwas Spielzeug haben, mit dem sie sich die Zeit vertreiben können, wenn sie nicht gerade draußen aktiv sind. Je nachdem wo sich der Tierarzt befindet und wie die Freizeit mit dem Hund gestaltet wird, kann die Anschaffung einer Transportbox oder anderer Sicherheitseinrichtungen für den Transport im Auto notwendig sein. Sofern die Fellpflege nicht oder nicht nur in einem Hundesalon erfolgen soll, werden noch folgende Gegenstände benötigt:

In Bezug auf das Futter ist diese Rasse nicht besonders wählerisch. Es sollte einfach ausprobiert werden, was dem Hund schmeckt und welche Form des Futters (Trocken- oder Nassfutter oder selbst kochen) für die Besitzer am besten ist. In jedem Fall ist bei der Wahl des Futters auf eventuelle Unverträglichkeiten oder Krankheiten zu achten. Auch sollte bedacht werden, dass das Futter altersgerecht ist. Grundsätzlich enthält ein gutes Futter für diese Rasse Vitamine, Proteine, Kohlenhydrate, Mineralien und Ballaststoffe. Dazu sollte dann jeweils viel frisches Wasser gereicht werden.