Manchmal weiß man nicht mehr weiter…

Gebiss eines Tschechoslowakischen Wolfshundes
Meine Hauer, hervorragend geeignet zum Zerkleinern jeglichen Hausrats

Ameo hat heute Schreibverbot und ich muss mal wieder berichten. Es gibt Tage, da könnte man das Wölfchen umbringen. In mehreren Artikeln wurde bereits über Fortschritte und kleine oder große Probleme mit einem Tschechoslowakischen Wolfshund berichtet. Eigentlich ist er auf einem guten Weg, redet man sich jedenfalls ein.





Viele andere Hundebesitzer loben einen, wenn man erzählt, wie alt er ist und, dass er sich beim Spazierengehen gleich hinsetzt wenn man ihm nur ein kurzes Zeichen gibt. Und wie zurückhaltend er ist und wie freundlich er auf andere Hunde reagiert. Im gleichen Moment fühlt man sich geschmeichelt und ist stolz. Ein, zwei Stunden später könnte man schon wieder durchdrehen und fragt sich, ob er denn nie etwas lernt oder akzeptiert. Ameo ist jetzt gut ein Jahr alt und eigentlich haben wir gehofft aus dem gröbsten raus zu sein. Weit gefehlt! Manchmal kommt es einem so vor, als ob er sich zurückentwickelt. Sonntag war wieder so ein Tag, an dem man ihn zum Teufel gewünscht hat. Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich ein tierlieber Mensch und Ameo ist nicht mein erster Hund, allerdings mein erster Tschechoslowakischer Wolfhund. Der Sonntag begann recht harmlos, Ameo war ruhig und ausgeglichen, während unseres Frühstücks hat er teilweise versucht zu betteln, was wir aber immer gleich unterbinden. Der Spaziergang danach war auch recht harmlos. Ameo schnappt sich immer gern herumliegende Äste, um darauf herumzukauen.

Ameo mit Stöckchen
Ich mit kleinem Hölzchen, die Sonne blendet

Manchmal nimmt die Größe des Laubwerkes recht imposante Formen an und man muss schon öfters schmunzeln, wie sehr er sich damit abastet:-) Als wir wieder zu Hause waren lief aber nichts mehr gesittet ab. Er war den gesamten Nachmittag, bis zur Nachtruhe unruhig und beim Spielen recht energisch. Praktisch sah das Ganze so aus, dass er sich in keinem Raum wirklich lange abgelegt hat. Ständig pendelte er von Raum zu Raum. Man konnte gar nicht so schnell nach ihm sehen, wie er es geschafft hat Gegenstände zu zerstören. Die Bilanz an diesem Tag waren ein Paar Socken, ein Putzlappen, den er sich aus der Spüle gestohlen hat, ein Kissen des neuen Sofas und ein großes Loch in die neue Ankleidebank. Ja, es macht schon Freude, wenn man gerade das neue Häuschen bezogen hat und alle neuen Gegenstände, seine Zähne zu spüren bekommen. Am besten war dann noch der Kampf im Schlafzimmer, wo er gern mal wieder seinen Spieltrieb auspackte und etwas Dominanz zeigen wollte. Alles was man dann versucht, funktioniert nicht wirklich. Auf den Rücken drehen, Schnauzengriff, dominant vor ihm Aufbauen und klare Kommandos geben, etc. Er wird zwar nicht richtig griffig, aber er hört einfach nicht auf, immer und immer wieder zu attackieren. Als dann nach einer Stunde endlich Ruhe einkehrte und das Licht erlosch, begann er seine Schlafdecke zu zerlegen…

…Manchmal weiß man nicht mehr weiter…

Am nächsten Tag war er wieder ausgesprochen ruhig und gehorsam, er testet halt immer wieder mal seine Rudelposition an. Ich bin gespannt, ob er irgendwann „fertig“ ist oder ob wir irgendwann komplett fertig im Irrenhaus landen;-) Wenn Ihr ähnliche Geschichten mit Eurem Junghund erlebt habt, könnt Ihr diese gern an info@wolf-dog-blog.com senden und wenn Ihr möchtet können diese hier auch veröffentlicht werden. Ihr müsst natürlich nicht zwangsläufig einen Tschechoslowakischen Wolfshund haben, jede Hundegeschichte ist willkommen.

Aus aktuellem Anlass noch ein Nachtrag mit Fotos. Ich bin heute morgen aufgestanden, habe einen Kaffe aufgesetzt und danach gings mit Ameo in den Garten zum Wasserlassen. So weit, so gut. Er hat gepinkelt und lief wieder in Richtung Haus. Ich habe mir einen Kaffee eingeschenkt und mich kurz an den Küchentisch gesetzt, als ich ein Geräusch an der Kellertreppe hörte. Ameo lief an mir vorbei ins Wohnzimmer und ich gin die Kellertreppe hinunter. Der Anblick verschlug mir die Sprache, die nicht verfugten Fliesen wurden von Kötteln verziert, quasi überall hatte er einen abgelegt. Mit jedem Schritt, den ich weiter ging wurde meine Laune mieser. Im nächsten Raum hatte er einen riesigen Urinsee hinterlassen.

Tschechoslowakischer Wolfshund Urin
Der gelbe See der Schande

Aber all das waren Peanuts, wenn ich  überlege, was mich im Heizungsraum erwartete. Alles mit Dünnpfiff zugeballert, als hätten wir da unten drei Esel einquartiert. Bevor wir dann den Schweinestall ausgemistet haben, reagierte ich schnell und kann jetzt mal mit Fotos, zwecks Authentizität, dienen. Ich hoffe Ihr esst nicht gerade…

Wolfsscheiße
Gut das im Internet keine Gerüche übertragen werden

Nachdem der Keller wieder sauber war lag der gute Ameo längst entspannt auf dem Sofa, mit seinem herrlichen Unschuldsbewusstsein, das seines Gleichen sucht.

Tschechoslowakischer_Wolfshund_Scheu
Nach meiner Entleerung im Keller konnte ich kein Wässerchen trüben



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8 Gedanken zu „Manchmal weiß man nicht mehr weiter…“

  1. Hallo Ihr Lieben, während des Lesens habe ich mich auch etwas über Ameo geärgert. Weil er einfach manchmal keinen Bock auf Lernen hat. Aber als ich das letzte Foto dann angesehen habe, da war mein Ärger gänzlich weg. Da habe ich nur gedacht, Ameo, was auch immer Du machst, ich hab‘ Dich lieb. Diese Augen, die können doch einfach nicht lügen … Hut ab, diese Spassbremsen haben keinen leichten Job, insbesondere auch deswegen, weil eine Spassbremse unter der Woche woanders weilt. Da hat Miri die ganze Last. Aber meine Miri ist stark, die schafft das schon … am Dienstag hat sie Geburtstag – mal sehen, was Ameo so für sie hat …

  2. Ja sauber machen war auch echt schön, man gut war mein Richkolben zu und hab somit den Würgereitz unter Kontrolle gehabt. Seid gespannt auf meine Tagebuch-Auszüge. Für jeden Dritten ist es lustig, nur wir sind 10 Jahre älter geworden. lol

  3. Das wird hoffentlich noch,bloß keine schwäche zeigen so hart es auch ist! Soll ja mit 1,5 Jahren nachlassen! Und wir lassen uns überraschen ne wa!

    Gruß Marco!

  4. hey…haben seit 10 1/2 Jahren eine Tschechoslowakischen Wolfshund (unkastrierter Rüde) … also meine Erfahrungen sind…dass der Zerstörungstrieb nicht wirklich nachlässt… okay die Wohnung bleibt verschohnt…aber wehe er erwischt einen gelben Sack ….er hat letztens sogar eine abgeschlossene Tür geöffnet :::frag mich bitte nicht wie er das gemacht hat::: aber die Überraschung am nächsten morgen waren 7 bis auf kleinste zerlegte gelbe Säcke …….. und halt diese Pissstellen wie du sie hast…. ich denke dass es einfach ein Dominanzverhalten ist!! genauso wie Biomüll ausräumen oder etwas vom Tisch klauen wenn man gerade nicht hinschaut…..aber wir haben uns mittlerweile darauf eingestellt……und würde unser „Wölfchen“ für kein Geld der Welt mehr hergeben !!!
    Achso und solltest du ihn nicht kastrieren lassen …dann kann es sein dass er sich mit ca. 3 Jahren nicht mehr mit Rüden versteht (wie bei uns) …durch dieses ausgeprägte Wolfsverhalten ..also unserer ist immer der Schönste und immer der Stärkste (Männer!!! 🙂 ) Denn der TWH ist erst mit 2-3 Jahren „erwachsen“
    Du solltest auf jedenfall immer konsequent bleiben und dir nicht auf der Nase herumtanzen lassen …weil wenn er einmal merkt dass er dir die Alphastelle streitig machen kann….dann wirds schwer…bei uns steht er an letzter Stelle..hinter uns und den Kindern ..sogar die Katze tanzt ihm auf der Nase rum….. und so sollte es auch sein!
    Hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen …falls du Fragen hast michelle0511@web.de!!!
    LG

  5. Gestern waren sie auf meiner Homepage, nein zur Zeit habe ich keine Zucht ob ich vieleicht wieder mal daran denke weiss ich nicht. Ich habe TWSH zwei Rüden 7 und 11 Jahre das genügt mir:-).

    Grüsse

  6. Also ich bemerke das ich nicht die Einzigste bin wo mein TWHRüde schon ganz schön extrem sein kann. Er ist 5 Jahre alt und ich habe ihn vor3 Monaten kadtrieten lassen weil er schon beim Anblich nackter Haut von mir augreiten wollte. Das ist jetzt zum Glück vorbei er war ja wie irre dabei mit seinen 73 cm Schulterhöhe und 37kg gize Figur nicjt zu dick. ABER er ist der schlimmste Dieb den ich je hatte (40 Jahre Schäferhunde mit Ausbildung) eine Sekunde nicht aufgepasst da ist das Essen vom Tisch weg Kühlschrank nach X Versuchen der Absperrung keine Schance steht nun verschlossen in der Garage. Er kann auf Möbel springen Schrsnktüren öffnen natürlich js jefe Türe auch und klaut egal was er etwischen kann aldo nie alleine in der Küche mehr lassen. Sein Spiel ist manchmal recht grobmotorisch aber wird besser also ohne blaue Flecke oder Blut.IST ER ERREGT weil evl Hund am Grundstück vorbei geht oder einfach gsnz plötzlich msl dann fegt er durch den Garten wie ein fmiegendes Ungeheuer wobei er oft dann auch uns ansprang von allen Seiten zwickte unf das auch ziemlich sehr seit der Kastration ist er ds verhaltener.Gerne nimmt er bei dem Toben Sachen weg Schuhe Wäsche etc.macht das aber NICHt mehr kaputt ich ignoriere es da er nur will das ich mit ihm raufe dann lässt er davon ab habe ich Besuch pullert er auch immer irgend etwas an hat sogar – am Anfang öfter – in die Wohnung gekackt meist auf Erhöhungen. Kaputt macvt er nur wenn ich ihn KURZ im Hausflur alei e lasse ist selten mal 15 Minuten dann wirft er Bilder runter Zieht Kästen raus öffnet Schrsnktüren und zieht Jacken vom Bpgel etc.deshalb nehme ich ihn meist in der Box mit wo er jetzt nicht mehr so lautstark geheult hat das die Leute die Polizei ancefordert hatten die Polzei kennt nun meinen Hund da immer alles ordnungsgemäss war nd kommt bei evl Anrufen nicht mehr sondern klärt die Leute auf. Mein Hund beudeutet mir sehr viel ich liebe ihn weil ich weis das diese Rasse eben anders ist aber er hört mir SEHR gut ksnn sehr viel verstehen besonders auch Körpersprache er ist wild und auch ganz sehr zärtlich zugleich er hat eine artgerechte Haltung viel Platz kann im ganzen Haus umherlafen und ist immer frei im Grundstück aber seit einem Besuch beim Tierarzt wollte er sich die Spritze für Hüfte wegen Zuchtzulassung nicht geben ladden und da wurde ihm vom Tierarzt der Kopf in der Türe eigeklemmt absichtlich weil er so tobte das war das Ende des Vertrauens an die Menschheit seit dem gehe ich nur mit Angs Spazieren weil er auf mich zu kommende Menschen amle als Feinde deklarirt und sie anfallen möchte. Aber nur bei Fremden aber das ist eine böse Einschränkung was sicher nie mehr weg gehen wird. TWHs sind nicht ganz einfach Autorität aber auch Sanfmut und Geduld wie auch strikte Regeln und Konsequenz machen ihn zu einem Freund welchen man für kein Geld der Welt mehr her geben möchte aber ich weis das die ersten ZWEI Jahre entscheidend sind wer Alpha ist und dsd muss man ewiglich neu beweisen dsnn hat man einen Kampfschmuser ohnegleichen den den besten Bodygard und liebsten Kuschel zugleich er ist eben kein Anfängerhund man solle ihn auf Grund seiner mehrwölfischen Prozente nicht zu viel seiner Natürlichkei und deren Gewohnheiten weg nehmen und ihn dami einengen das macht evl ei DSH noch mit aber ein T WH verliert das Vertrauen ansein Alphatier Mensch und das kann nach hinten los gehen für ihn zum Schutz des Rudels für uns ein unschönes Zusammensein mit evl Konflickten so habe genug generft aber so ist es wenn man ehrlich und offen die Rasse beschreiben möchte kurz und gut ICH liebe ihn auch mi seinem zeitweisen Blödsinn er is mein Ein und Alles.g Bärbel aus Thüringen

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